Magix erneuert Musik-Player

22. Mai 2001, 11:02
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Schwebende Fenster ersetzen starre Jukebox

Eine rundum erneuerte Oberfläche und einige bemerkenswerte Zusatzfunktionen zeichnen die neue Version des vor allem bei Jugendlichen beliebten Musik-Players von Magix aus. Das Programm mit dem komplizierten Namen Magix music & video playR deLuxe verbindet eine digitale HiFI-Anlage mit einer Abspielsoftware für Bild und Video, einem 18-Kanal-Mischpult und einem Musikbearbeitungsprogramm für selbst aufgenommene Sounds.

Neue Oberfläche

Einen gelungenen Eindruck macht die neue Oberfläche des Players. Wo bisher eine unförmige Maschine den Erstbenutzer überwältigt hat, gibt es jetzt eine zentrale Steuereinheit in Form einer kleinen Fernbedienung und mehrere Einzelfenster, die sich frei anordnen lassen. Dabei handelt es sich um einen Datei-Explorer, um eine Playlist und einen virtuellen Audiodesk mit zwei Abspieleinheiten: Digitale Disk-Jockeys können hier mit einem Crossfade-Schieber einen Song nach dem anderen ohne störenden Bruch ineinander übergehen lassen. Das nüchterne Outfit spricht auch ältere Musikliebhaber an, die mit dem Magix-Player ihre gesamte Musiksammlung verwalten können. Einziger Kritikpunkt der Oberfläche sind die weiterhin vor allem im Mix-Modus störenden Drehknöpfe, die mit der Maus immer in eine andere Richtung rutschen, als sie eigentlich sollen.

Animationen passend zur Musik

Im Rhythmus der Musik können optische Video-Effekte auf den Bildschirm gebracht werden. Ein "Music Renderer" erzeugt Animationen, die aus den Frequenzen des laufenden Songs erzeugt werden. Dabei können stets zwei Videoquellen gesteuert und auch übereinander gelegt werden. Neu ist die Einbindung von Verzeichnissen mit Bilddateien: Kreativen Köpfen bieten sich hier zahlreiche Möglichkeiten für eine musikalisch untermalte Diashow mit den Bildern vom letzten Urlaub.

Video-Lehrgang zur Einführung

Nach kurzer Zeit - beim Einfinden in das Programm hilft ein Video-Lehrgang - wird sich der Nutzer nicht mehr damit zufrieden geben, die auf der Festplatte vorhandenen MP3-Songs oder die Lieblingstitel von der CD abzuspielen. Viel spannender ist es, eigene abgedrehte Stücke zusammenzumischen - mit 1.100 Drumloops, Rap-Fetzen oder anderem musikalischen Material, das auf einer Extra-CD angeboten wird. Auch können einzelne Abschnitte eines Songs ausgeschnitten und für private Sessions als Samples weiterverwendet werden.

"Basskiller" im Einsatz

Der Mixer enthält einen Live-Input-Kanal, über den eigener Gesang oder spontane Zwischenrufe eingebracht werden. Außerdem lässt sich hier der Originalsound mit unterschiedlichen Effekten und Filtern dramatisch verändern - was sich bei manchen Titeln anbietet, die von einer alten Schallplatte in den Musik-Player eingespielt werden. Für gleitende Frequenzübergänge zwischen zwei Stücken soll der "Basskiller" sorgen.

Die fertigen Werke werden als Magix-Arrangement oder im MP3-Format gespeichert. Hier sind allerdings weiterhin nur 20 MP3-Konvertierungen erlaubt, danach muss der Encoder gegen zusätzliche Bezahlung gesondert registriert werden.

Preis unverändert bei knapp 700 Schilling

Die Mindestanforderungen an das System liegen bei empfohlenen 64 MB RAM und einem Pentium-II ab 300 Megahertz. Außerdem benötigt der digitale Disk-Jockey natürlich eine gute Soundkarte, ein anständiges Lautsprechersystem und je nach Einsatzzweck auch eine Videoausstattung oder ein Mikrofon. Das Programm ist im Fachhandel sowie direkt bei Magix zum Preis von unverändert 697 Schilling (50,6 Euro) zu beziehen. (APA/AP)

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