"Tote Hose" in Kuba

22. Mai 2001, 15:59
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Kurzer Auftritt der Toten Hosen in Havanna: Konzertabbruch, nachdem Campino mit dem Kopf eine Lampe zerschlagen hatte..

Nur eine knappe Stunde dauerte der Auftritt der Toten Hosen in Havanna am Sonntag abend. Die Gruppe war auf Einladung der Musikmesse Cubadisco in die Hauptstadt der Inselrepublik gekommen. Doch nach einer Stunde erzwang Frontmann Campino den Konzertabbruch, in dem er unbeabsichtigt eine große Lampe zerschlug.

Knapp 1.000 begeisterte Zuschauer beobachteten Campino, der einen Balkon neben der Bühne erkletterte und dort seine Show fortsetzte. Im Eifer des Gefechts zerschlug er dort einen größeren Beleuchtungskörper, die Halterung knickte ein, und die Glaskugellampe zersplitterte in ihre Einzelteile. Trotzdem viele Scherben auf die Zuschauer unter dem Balkon regneten, gab es - zum Glück - keine Verletzten. Dennoch wurde das Konzert auf Anordnung der Polizei sofort unterbrochen: Sie stellten den Strom ab und machten somit eine Fortsetzung des Auftritts unmöglich. Der Abbruch war natürlich nicht nach dem Geschmack der Fans und die Situation beruhigte sich erst - dann aber schnell - , als sich die Toten Hosen unter die Fans mischten. Die Toten Hosen sehens in ihrem Kuba - Tourtagebuch nicht so dramatisch: "Aber letztendlich war das Konzert trotzdem ein gelungenes Auswärtsspiel, die zweite Halbzeit zwar nicht ganz so gelungen, aber mit einem ordentlichen Knalleffekt zum Schluss. "

"Nach den letzten Tagen, in denen wir viel von dieser Stadt mitbekommen haben und tolle Leute getroffen haben, natürlich eine Riesenenttäuschung", kommentiert Campino den Konzertabbruch. "Aber man darf zwei Dinge nicht vergessen," lenkt er ein, "erstens sind Rockbands aus dem Ausland, komplett neu für dieses Land, das hat ein paar Figuren ziemlich nervös gemacht. Und das die Polizei und Veranstalter uns den Strom abdrehen, ist auch in Deutschland nicht so lange her." (red/docrock.de)

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