Lichtenberger: "Autobahn-Verkauf mehr als Gerücht"

18. Mai 2001, 15:55
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Grüne Verkehrssprecherin fordert "Road Pricing für LKW statt Ausverkauf"

Wien - "Die Absicht der Asfinag, die österreichischen Autobahnen nach den USA zu verkaufen, um sie in der Folge wieder zurück zu leasen, ist mehr als ein Gerücht", widerspricht die Verkehrssprecherin der Grünen, Eva Lichtenberger, heutigen Aussagen der Asfinag. Aus Aufsichtsratsprotokollen gehe eindeutig hervor, dass die Überlegungen, "eine beratende Investmentbank zu mandatieren", weit fortgeschritten sind.

Lichtenberger kritisiert, dass man sich mit dem Verkauf in Abhängigkeit des amerikanischen Steuersystems begebe. Schon bei einer geringfügigen Gesetzesänderung könnten sich die Bedingungen für solche Finanzierungsmodelle dramatisch verschlechtern. Das könnte für den Steuerzahler zusätzliche Belastungen bedeuten, meint die Verkehrssprecherin.

Road-Pricing für LKW

Die Grünen fordern statt des Autobahnverkaufs eine rasche Einführung des Road Pricings für LKW. Nur mit der Einführung der Lkw-Maut sei eine langfristige finanzielle Sanierung der Asfinag, deren Schuldenstand sich derzeit auf über 90 Mrd. Schilling belaufe, möglich, so Lichtenberger. (APA)

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