Chemotherapie manchmal "schwer zu rechtfertigen"

14. Mai 2001, 14:55
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So ein amerikanischer Spezialist

San Francisco - Rund ein Drittel aller Patienten mit Krebs im Endstadium wird nach einer US-Studie ohne Grund mit Chemotherapie behandelt. Während diese bei dafür empfänglichen Tumoren nachvollziehbar sei und zu einem Rückgang der Krebszellen führe sowie Linderung bringe, sei die Anwendung der schwierigen und für den Patienten anstrengenden Behandlung bei nicht dafür empfänglichen Tumoren "schwer zu rechtfertigen", sagte der Spezialist Ezekiel Emanuel am Samstag bei der Vorstellung seiner Studie in San Francisco.

Gemeinsam mit Kollegen untersuchte er 8.000 Todesfälle durch Krebs in Massachussetts. Dabei fanden die Wissenschafter heraus, dass bei Krebsarten, die auf Chemotherapie ansprechen, genau die gleichen Medikamente angewendet wurden wie bei durch Chemotherapie nicht erreichbaren Tumoren.

Dies sei ein "starkes Anzeichen für einen zu starken Einsatz von Chemotherapie im Endstadium", sagte Emanuel (APA)

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    foto: aeromedix
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