McLaren überschüttet Wurz mit Lob

11. Mai 2001, 11:22
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"Alex hat es verdient, in einem Cockpit zu sitzen"

Spielberg - Ein Österreicher geht im Starterfeld des Formel 1-Grand Prix von Österreich zwar am Sonntag ab, doch hat sich Alexander Wurz auch in der zweiten Reihe als Testfahrer bei McLaren-Mercedes schon seine Sporen verdient. Er soll dabei helfen, die "Silberpfeile" wieder zum WM-Titel zu führen. Und nicht zuletzt deswegen könnte für den Niederösterreicher in der kommenden Saison wieder ein Cockpit herausschauen.

Geht es nach David Coulthard, hätte Wurz einen Platz sicher. "Meiner Meinung nach hat Alex es verdient, in einem Cockpit zu sitzen", meinte der Schotte, der den Wechsel von Wurz zu McLaren eingefädelt hat, am Donnerstag. "Er hat den Speed, das technische Verständnis, arbeitet ausgezeichnet und hilft uns sehr." Klar ist Coulthard aber auch, dass er den Platz hat, auf den Wurz es wohl am meisten abgesehen hat. "Wahrscheinlich hätte er am liebsten meinen oder Mikas Platz, aber das geht leider nicht. So ist das Business."

Coulthard würde ihm gerne seinen PLatz überlassen, aber...

Und nicht einmal in Österreich ließe sich Gentleman Coulthard erweichen, auch wenn er sich mehr als diplomatisch aus der Affäre zieht. "Ich würde ihm hier wirklich gerne den Platz überlassen, aber leider lässt sich das nicht mit meinem Ziel, Weltmeister zu werden, vereinbaren. Ich bin sicher, dass verstehen hier auch alle", sagte der Zweite der WM-Wertung.

Mercedes-Sportchef Norbert Haug streut Wurz ebenfalls Blumen. "Er ist nicht zufällig bei uns, er leistet ausgezeichnete Arbeit. Er ist in einem neuen Umfeld, lernt zur Zeit sicher sehr viel." Der Schwabe zieht da Vergleiche mit dem Vorgänger des Österreichers, Olivier Panis. "Der fährt jetzt bei BAR teilweise schneller als Jacques Villeneuve und das ist ein Ex-Weltmeister. Das zeigt doch, was für einen guten Job der Alex bei uns leistet."

Ein "Platz" bei Mc-Laren Mercedes wäre hypothetisch

Eine Garantie für ein Comeback ist das aber nicht. "Wenn ein Platz frei wird, hätte er ihn aber verdient", meint Haug. Ob dieser Platz sogar bei McLaren-Mercedes sein könnte, darauf wollte Haug aber nicht eingehen: "Das sind Hypothesen. In die Zukunft kann keiner sehen, ich konzentriere mich lieber auf die Gegenwart." (APA)

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