Israelisches Außenministerium: Keine Haltungsänderung gegenüber Wien

9. Mai 2001, 17:17
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Kontakte weiterhin nur auf Beamtenebene - Abteilungsleiter Shek führte auch Gespräche mit SPÖ

Tel Aviv/Wien - Nach Angaben des israelischen Außenministeriums bedeutet der jüngste Besuch des Abteilungsleiters Daniel Shek in Wien keine Änderung der Haltung Israels gegenüber der ÖVP-FPÖ-Regierung. Die israelische Zeitung "Maariv" hatte zuvor berichtet, dass Israel den politischen Dialog mit der österreichischen Regierung auf Beamtenebene wieder aufgenommen habe.

Shek, Leiter der Westeuropa-Abteilung des Außenamts, hatte sich in der Vorwoche in Wien aufgehalten. Er führte Gespräche mit Beamten des Außenministeriums und führenden Funktionären der SPÖ; er schilderte ihnen laut "Maariv" die israelische Haltung im Konflikt mit den Palästinensern und fand bei seinen Gesprächspartnern Verständnis. Offizieller Standpunkt Israels ist es, dass es kein Problem mit dem österreichischen Volk, sondern nur mit einigen österreichischen Politikern hat.

Israel hatte nach dem Amtsantritt der ÖVP-FPÖ-Regierung im Februar 2000 Botschafter Nathan Meron abberufen. Seither wird die diplomatische Nission von einem Geschäftsträger geleitet. An der Herabstufung der Beziehungen soll nichts geändert werden, solange die FPÖ an der Regierung in Wien beteiligt ist. (APA)

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