Zecken - Impfung schützt vor FSME

8. Mai 2001, 15:47
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Wien - Alle Jahre im Frühling werden die Zecken aktiv. Gegen die gefürchtete "Zeckenkrankheit", die schwere Nervenerkrankung Frühsommer-Meningo-Enzephalitis, schützt eine Impfung. Ein Vakzin gegen die ebenfalls von Zecken übertragene Lyme-Borreliose ist erst in Erprobung.

60 Erkrankungen im Vorjahr

Im Jahr 2000 gab es in Österreich 60 FSME-Erkrankungen. Eine über 70-jährige Salzburgerin, die sich im Raum Bad Vöslau (Niederösterreich) infiziert hatte, erlag der "Zeckenkrankheit". Fachleute raten dringend zur prophylaktischen Impfung. Besonders unter älteren Menschen seien vergleichsweise noch viele Personen nicht gegen die FSME immunisiert. Allerdings wurden im vergangenen Jahr auch fünf Erkrankungen bei Kindern registriert. Bei zwei von ihnen kam es zu schweren Gehirnhaut- und Gehirnentzündungen.

Borreliose

Ein Impfstoff gegen die Lyme-Borreliose befindet sich laut dem Max-Planck-Institut in Freiburg derzeit in der klinischen Erprobung. In den USA sei ein Impfstoff seit 1999 auf dem Markt, erklärte der Wissenschafter. Er sei aber in Europa kaum wirksam, da hier drei verschiedene Arten des Bakteriums lebten und nicht nur eine wie in den USA. Indem die Zecke Blut sauge, nehme sie Antikörper des geimpften Menschen auf. Die Antikörper zerstörten die Borrelien, bevor diese über den Speichel der Zecke ins menschliche Blut wandern.

Die Symptome der Borreliose reichen von Hautröte bis hin zu neurologischen Lähmungen und Gelenkschmerzen ausbilden. Antibiotika führen in den allermeisten Fällen zu einer vollständigen Heilung. (APA)

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