Putin für wirksames kollektives Sicherheitssystem

8. Mai 2001, 14:13
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Russischer Präsident gegen globale Hegemonialbestrebungen einzelner Staaten

Moskau - Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich am Dienstag für ein weltweit wirksames Sicherheitssystem ausgesprochen. "Wir müssen uns heute im Kampf gegen internationale Bedrohungen vereinigen", sagte Putin im Vorfeld des 56. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkriegs vor Veteranen der Roten Armee in Moskau. Zu diesen Bedrohungen zählte er den "Terrorismus sowie den nationalistisch und religiös motivierten Extremismus".

Nach Putins Ansicht ist der Terrorismus in der Lage, die "Stabilität ganzer Staaten zu bedrohen, Menschen in Angst und Schrecken zu halten und ständig Menschenleben zu fordern". Moskau sei sich dieser Bedrohung bewusst und habe ihr daher in seiner Außenpolitik einen wichtigen Platz eingeräumt.

Bedrohung Nationalsozialismus

Zu den konstanten Bedrohungen der Menschheit zählte Putin auch den Nationalsozialismus. "Er wurde zwar gestoppt und enthauptet, aber das Hakenkreuz und die Ideen des Nazismus spuken weiter auf der Welt herum", sagte Putin. Daher sei es eine der Hauptaufgaben der Weltpolitik, "nicht einmal die Entstehung eines lokalen Herdes zuzulassen".

Putin wandte sich auch gegen Bestrebungen von Staaten nach einer globalen Vormachtstellung, die nur Kriege entfesselt hätten und auch weiterhin möglich machten. "Heute sind derartige Bestrebungen immer noch nicht ausgelebt, und das ist höchst gefährlich." (APA/dpa)

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