Skopje setzt Angriffe gegen Separatisten fort

7. Mai 2001, 13:59
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Bislang zwanzig Rebellen getötet

Slupcane/Skopje - Die mazedonische Armee hat am Montagmorgen ihre Offensive gegen Albaner-Rebellen im Norden des Landes fortgesetzt. In der Umgebung der Ortschaften Vaksince und Slupcane war schweres Artilleriefeuer zu hören. Am Sonntagnachmittag hatten die albanischen Rebellen der "Nationalen Befreiungsarmee" UCK eine zweite Front in der Region von Tetovo, der zweitgrößten Stadt Mazedoniens, eröffnet.

Zwanzig Rebellen getötet

Die mazedonische Armee hat nach eigenen Angaben bei ihrer neuen Offensive im Norden des Landes 20 albanische Rebellen getötet. Mazedonische Sicherheitskräfte hätten sich bei der Ortschaft Lojane ein Feuergefecht mit Rebellen der UCK geliefert, teilte ein Armeesprecher am Montag in Skopje mit. Die Sicherheitskräfte hätten keine Verluste zu beklagen. Die Region um die Dörfer Vaksince und Slupcane gilt als Hochburg der UCK-Rebellen.

Nach Angaben des Armeesprechers herrschte in der Stadt Tetovo unterdessen Ruhe. Am Sonntagnachmittag hatte die UCK dort eine zweite Front eröffnet. Das mazedonisches Parlament soll am Dienstag über die Verhängung des Kriegszustands entscheiden. Auch die Bildung einer großen Regierungskoalition steht zur Debatte.

Albaner ins Kosovo geflohen

Wegen der Eskalation der Gewalt in Mazedonien sind rund 2000 mazedonische Albaner aus Ortschaften bei Tetovo in die kosovarische Stadt Prizren geflüchtet. Sie stammen aus Bergdörfern im nordwestlichen Grenzgebiet, teilte die internationale Friedenstruppe KFOR am Montag in Pristina mit. Weitere 1500 Albaner würden noch im Kosovo erwartet.

Albanische Rebellen haben unterdessen ihre Mörserangriffe auf Stellungen der jugoslawischen Sicherheitskräfte in Südserbien an der Administrativgrenze zum Kosovo fortgesetzt. Die Sicherheitskräfte hätten zurückgeschossen. Opfer habe es nicht gegeben, teilte das halboffizielle Press-Zentrum in Bujanovac mit. (APA/dpa)

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