23 Prozent der ÖsterreicherInnen laut Umfrage für EU-Regierung

6. Mai 2001, 13:44
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65 Prozent gegen die von Schröder angeregte Weiterentwicklung der EU- Kommission

Wien - Der jüngste europapolitische Vorstoß des deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder stößt bei den Österreichern auf wenig Begeisterung. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts "market" im Auftrag des Nachrichtenprofils "profil" sprachen sich 65 Prozent gegen die von Schröder angeregte Weiterentwicklung der EU- Kommission zu einer europäischen Regierung aus. Nur 23 Prozent der Befragten waren dafür, wie "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe im Voraus in einer Aussendung mitteilte. Zehn Prozent wollten sich nicht festlegen, zwei Prozent machten keine Angaben.

Ein unter Federführung Schröders erarbeiteter Leitantrag für den kommenden SPD-Parteitag hatte die Umwandlung der EU-Kommission in eine Art Regierung, eine starke europäische Exekutive, und die Einführung eines Zwei-Kammern-Parlaments vorgeschlagen. Zugleich hatte er für bestimmte Kompetenzen, wie die Regional- und Strukturpolitik, wieder die Rückverlagerung auf die nationale Ebene gefordert. (APA)

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