US-Gericht genehmigt Reuters-Gebot für Bridge-Firmenteile

4. Mai 2001, 12:51
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Bridge nach aggressiver Expansionsstrategie zahlungsunfähig

Der internationale Nachrichten- und Informationskonzern Reuters Group Plc kann wie geplant Firmenteile des finanziell angeschlagenen US-Konkurrenten Bridge übernehmen. Reuters teilte am Freitag in London mit, ein Konkursgericht in St. Louis habe dem Geschäft nach einer Überprüfung zugestimmt.

Reuters hatte nach einem Barangebot von 275 Millionen Dollar (310 Mill. Euro/4,26 Mrd. S) von Bridge den Zuschlag für die Übernahme mehrerer Sparten erhalten. Reuters übernimmt Bridge Information Systems in Nordamerika, den Daten- und Analysebereich EJV für festverzinsliche Wertpapiere, die Handelssparte Bridge Trading Technologies sowie die Internetsparte eBridge und den CRB-Index für US-Rohstoffpreise.

Finanzprobleme bei Bridge aufgrund Expansionsstrategie

Bridge hatte nach einer aggressiven Expansionsstrategie Finanzprobleme bekommen und daraufhin bei Gericht Gläubigerschutz beantragt. Das Unternehmen hatte zuvor eine Reihe von Zukäufen getätigt, um mit Reuters und dem US-Nachrichten- und Marktdaten-Konzern Bloomberg zu konkurrieren. Der Softwareanbieter SunGard Data Systems, der ebenfalls ein Angebot für Teile von Bridge eingereicht hatte, hatte am Montag sein Angebot zurückgezogen.

Reuters teilte weiter mit, mit Bridge sei eine endgültige Vereinbarung über den Kauf geschlossen worden. Den Wettbewerbsbehörden sollen den Angaben zufolge die notwendigen Unterlagen baldmöglichst übergeben werden. (APA/Reuters)

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