Bei Rosenbauer brennt der Hut

4. Mai 2001, 18:53
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Dividende wird halbiert - Ergebnis 2001 soll zulegen

Wien - Feuer am Dach beim oberösterreichischen Feuerwehrausrüster Rosenbauer: Die durch Bilanzmanipulationen ausgelöste Insolvenz der niederländischen Tochter sowie die Verluste der deutschen Konzerntochter Metz haben im Vorjahr zu einem Ergebnis-Rückgang auf 4,1 Mio. Euro (56,4 Mio. S) nach 5,8 Mio. Euro im Jahr 1999 geführt. Die Folge: Die Dividende des einstigen Börselieblings wird von 1,16 auf 0,60 Euro je Aktie annähernd halbiert. Der Konzernumsatz stieg hingegen von rund 260 auf 293,5 Mio. Euro.

Als Reaktion auf die massiven Probleme am deutschen Markt konzentriert Rosenbauer die Löschfahrzeugfertigung im ostdeutschen Luckenwalde sowie im slowenischen Gornja Radkona. In Karlsruhe, dem Sitz von Metz, werden 60 Mitarbeiter ihre Jobs verlieren, kündigte Rosenbauer-Chef Julian Wagner am Freitag bei der Bilanzpressekonferenz an.

Eine genaue Prognose für das laufende Jahr wollte er nicht abgeben. "Ich habe einfach keine Lust mehr, Ergebnisprognosen im Lauf des Jahres wieder nach unten revidieren zu müssen", sagte Wagner. Das Ergebnis soll aber "signifikant" über dem von 2000 liegen. (zwi)

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