"Der ABM-Vertrag hat gut funktioniert"

2. Mai 2001, 17:35
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Deutschland will neues Wettrüsten durch US-Pläne verhindern - Fischer warnt vor Aufgabe des ABM-Vertrags

Washington - Deutschland will ein neues Wettrüsten wegen der Pläne der USA für ein Raketenabwehrsystem verhindern. Bewährte Abkommen wie der ABM-Vertrag dürften nur durch bessere Vereinbarungen ersetzt werden, damit die nukleare Stabilität nicht gefährdet werde, sagte Außenminister Joschka Fischer am Mittwoch nach einem Gespräch mit seinem US-Amtskollegen Colin Powell in Washington. "Der ABM-Vertrag hat gut funktioniert, und wir glauben, dass wir entlang dieser Erfolge fortsetzen sollten", sagte Fischer.

Fischer begrüßte, dass die USA bei ihrer neuen Verteidigungsstrategie auf Kooperation statt Konfrontation setzten und nicht nur die NATO-Verbündeten, sondern auch Moskau und Peking in die Gespräche einbeziehen wollten. Dramatische Abrüstungsschritte wie von US-Präsident George W. Bush angekündigt seien im Interesse der nuklearen Stabilität, vor allem wenn sie auf Gegenseitigkeit beruhten. "Bushs ausgestreckte Hand in seiner Rede gegenüber China ist sicherlich nicht unerheblich", betonte Fischer. (APA/Reuters)

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