Keine geheime Einigung auf Waffenruhe

2. Mai 2001, 12:38
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Palästinenser dementieren Absprachen

Kairo - Die palästinensische Führung hat israelische Berichte über Geheimverhandlungen mit Israel dementiert. Außenminister Shimon Peres habe bei seinem Besuch in Washington "Lügen" über eine angebliche geheime Einigung auf eine Waffenruhe verbreitet, um das israelische Image aufzupolieren, sagte der palästinensische Minister für Planung und internationale Zusammenarbeit, Nabil Shaath, am Mittwoch im Gespräch mit Radio Kairo.

Shaath erklärte, die palästinensische Führung setze ihre Hoffnungen immer noch auf den ägyptisch-jordanischen Friedensplan. Dieser werde auch von der Europäischen Union unterstützt. "In den nächsten Tagen werden wir erleben, dass die EU in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle spielt", sagte der Minister. Israel lehnt mehrere Punkte des Plans ab, darunter die Forderung nach einem Stopp des Ausbaus jüdischer Siedlungen in den besetzten Gebieten.

Die ägyptisch-jordanische Initiative hatte durch die voreilige Ankündigung einer Waffenruhe zwischen Israelis und Palästinensern einen Rückschlag erlitten. Der ägyptische Präsident Hosni Mubarak hat Peres beschuldigt, ihn in Kairo bewusst falsch informiert zu haben. Mubarak hatte am Montag im ägyptischen Fernsehen erklärt, Peres habe ihm ausdrücklich gesagt, die israelische Regierung hätte sich in Gesprächen mit zwei Vertrauten des palästinensischen Präsidenten Yasser Arafat grundsätzlich auf eine Waffenruhe geeinigt. "Später habe ich dann mit Arafat telefoniert, und der sagte mir, dass überhaupt nichts in dieser Art geschehen sei", sagte Mubarak, der Israel ein "falsches Spiel" vorwarf. Peres führte nach einer Unterredung mit UNO-Generalsekretär Kofi Annan in New York das Zerwürfnis auf einen "Übersetzungsfehler" zurück. (APA/dpa)

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