Grufties bei Vampirkongress unerwünschte Personen

2. Mai 2001, 13:57
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Damit alles "im seriösen Rahmen" abläuft

Grünberg - Rund 100 Mitglieder der "Transsylvanian Society of Dracula" halten am Wochenende ins mittelhessische Grünberg einen dreitägigen Kongress zum Thema "Der Vampir in der Literatur"ab. Die "ganz gemischte Truppe" aus Schriftstellern, Historikern, Filmkritikern, Theologen, Psychologen und Tourismus-Experten wird nach einem Lyrikabend am Freitag den Samstag und Sonntag mit wissenschaftlichen Referaten verbringen.

Ulrike Wyche, Hobby-Schriftstellerin, Organisatorin und Präsidentin der deutschen Dracula-Gesellschaft, machte auch klar, wen sie nicht zu begrüßen gedenkt. Ausgeschlossen werden "diese weiß angemalten, trübsinnigen Menschen, die Vampire sein wollen oder glauben, sie sind Vampire", mithin die Kerngruppe der jugendlichen Fans. Damit alles "im seriösen Rahmen" abläuft, wurden auch diejenigen, die ihre Anmeldung mit Blut unterschrieben hatten, nicht eingeladen.

Im übrigen wurde Beflissenheit zur Schau getragen ("Sogar Goethe hat mit 'Die Braut von Korinth' ein Gedicht über den Vampir verfasst"), Kurioses (Über das Buffet: "Wenn in einem Buch Paprika-Hendl getafelt wird, dann liegt diese Textpassage auf dem Büffet bei den Hähnchen.") und Fragwürdiges: "Der Vampir strahlt Macht aus, und Macht ist immer anziehend - wenn er dann noch in einem schönen Körper steckt und gute Manieren hat, ist das einfach klasse." (APA/dpa/hcl)

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    Nachwuchs unerwünscht? Geltungssüchtige Teilnehmerin am Draculakongress 2000

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