Die Grünen: "Volle Frauen-Power"

14. März 2001, 12:50

Aus dem Wahlprogramm zur NR-Wahl 1999

"Bei den Grünen stehen Frauen und ihre Interessen im Vordergrund. Die Grünen sind die einzige Partei, bei der eine 50%-Frauenquote gilt, zwei von drei Grünen im Parlament sind zur Zeit Frauen."

Arbeitsmarkt und Frauen

  • gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit sowie ein Mindesteinkommen von 15.000 Schilling
  • faire Auf- und Einstiegschancen in alle Berufe. Dafür sind unter anderem Frauenförderpläne zu entwickeln.
  • die Schaffung von Kinderbetreuungseinrichtungen, die das Recht aller Kinder auf einen Betreuungsplatz sicher stellen und entsprechende Öffnungszeiten haben.

Frauenquoten

  • verstärkte Beteiligung von Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen. Solange das nicht selbstverständlich ist, soll das neben gezielter Frauenförderung auch mit verbindlichen Frauenquoten erreicht werden.
  • die Bindung der Parteienförderung an Frauenquoten in der jeweiligen Partei
  • die Vergabe von öffentlichen Aufträgen nur an jene Unternehmen mit Frauenförderplänen, die geeignet sind, gerechte Geschlechterverhältnisse auf allen hierarchischen Ebenen und in allen Berufssparten zu schaffen
  • Transparenz bei der Frauenförderung durch regelmäßige Überprüfung und Veröffentlichung der Frauenanteile in öffentlichen Institutionen

Frauen und Kinderbetreuung

  • die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Männer und Frauen. Arbeitszeitverkürzung bei Einkommensausgleich ist eine wesentliche Grundlage dafür, daß Männer Zeit für die Kinderbetreuung, für Hausarbeit und Pflegearbeiten erübrigen können.
  • eine Karenzregelung, die ein zum Leben ausreichendes Karenzgeld sichert, flexiblen Wiedereinstieg in das Berufsleben ermöglicht und KarenznehmerInnen arbeitsrechtlich mit anderen Gruppen gleichstellt.
  • flächendeckende Ausstattung mit qualitativ hochwertigen Kinderbetreuungsplätzen mit den entprechenden Öffnungszeiten für Kinder aller Altersgruppen
  • die Beseitigung der mehrfachen Diskriminierung von AlleinerzieherInnen bei der Karenz

Frauenvolksbegehren sofort umsetzen!

  • die vollinhaltliche Umsetzung der Forderungen des Frauenvolksbegehrens

Gewalt gegen Frauen

  • die ausreichende Ausstattung Österreichs mit Frauenhäusern
  • mehr finanzielle Mittel für die Betreuung von Gewaltopfern
  • langfristige ausreichende Finanzierung frauen- und mädchenspezifischer Einrichtungen
  • Verbesserung des Gewaltschutzgesetzes in Zusammenarbeit mit betroffenen Frauen und Expertinnen
  • Kündigungsschutz für am Arbeitsplatz belästigte Frauen während eines Verfahrens
  • Beweiserleichterung für die belästigte Frau
  • stärkere Rechtskraft von Gutachten der Gleichbehandlungskommissionen in Gerichtsverfahren
  • die Schaffung eines eigenen Tatbestandes "sexuelle Belästigung" im Strafrecht

Sexuelle Selbstbestimmung

  • die freie Wahl der Lebensform für Frauen und Männer
  • die freie Wahl und kostenlose Abgabe von Verhütungsmitteln
  • die freie Entscheidung über einen Schwangerschaftsabbruch. Damit die Möglichkeit des Schwangerschaftsabbruchs keine soziale Frage wird, muß dieser auf Krankenschein möglich sein.

"Versteckte" Diskriminierungen

  • die ausdrückliche Benennung beider Geschlechter in allen amtlichen Texten und allen Unterrichtsmaterialien
  • das Aufdecken, Öffentlichmachen und Beseitigen aller versteckten Diskriminierungen

Weiterführende Informationen finden Sie unter http://www.gruene.at

(dabu)

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    logo: gruene.at
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