Die Retourkutsche

28. Februar 2001, 11:22

Peking kritisiert die Lage der Menschenrechte in den USA

Peking - Peking hat die US-Kritik an Menschenrechtsverletzungen in China zurückgewiesen und umgekehrt den USA Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Die chinesische Regierung legte nach einer Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag einen Bericht vor, in dem der "Mythos der amerikanischen Demokratie zerstört" wird. In der Studie wird den USA laut Xinhua unter anderem Justizmissbrauch sowie Rassen- und sexuelle Diskriminierung vorgeworfen. Zudem wird kritisiert, dass die Kluft zwischen Arm und Reich in den Vereinigten Staaten immer größer werde.

Die Misshandlung von Kindern und Minderheiten sei weit verbreitet. Die USA mischten sich zudem ständig in die Menschenrechtsangelegenheiten anderer Staaten ein, statt sich um die Lage der Menschenrechte im eigenen Land zu kümmern. Die USA beschuldigten in ihrem Bericht "fälschlicherweise" eine Vielzahl von Ländern, darunter auch China, heißt es nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua.

Die USA hatten am Montag ihren jährlichen Menschenrechtsbericht veröffentlicht. Darin warfen sie unter anderem China und dem Irak schwere Menschenrechtsverletzungen vor. Die Zustände in China haben sich demnach im vergangenen Jahr verschlechtert. Christen, Tibeter, Anhänger der Falun Gong-Bewegung und Dissidenten würden systematisch unterdrückt. (APA)

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