Billa und Spar begrüßen Vorschläge

12. Jänner 2001, 15:42

Öffnungszeiten "standortbezogen" ändern , vor allem am Morgen

Wien - Die beiden größten österreichischen Lebensmittelhandelsketten, BML (Billa, Merkur, Mondo, Emma) und Spar (Spar, Interspar, Eurospar), begrüßen die von Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein vorgeschlagene Ausdehnung und Flexibilisierung der gesetzlichen Ladenöffnungszeiten. Beide Konzerne würden "standortbezogen" ihre Geschäfte länger offen halten.

"Wir würden es sehr begrüßen, wenn die bereits seit einem Jahr angekündigte Liberalisierung nun auch realisiert würde, so BML-Konzern-Sprecher Alfred Matousek. Die Öffnungszeiten der Geschäfte würden je nach Standort angepasst werden, "vor allem in der Früh".

Auch bei Spar ist man über die Vorschläge erfreut. "In bestimmten Randstunden wäre es an manchen Standorten fein, wenn man länger offen halten könnte", so Spar-Sprecherin Nicole Berkmann. So etwa könnten Geschäfte bei Bahnhöfen früher aufsperren um müsste trotzdem mittags nicht schließen, weil ansonsten der jetzt geltenden Rahmen von 66 Stunden überschritten wäre.

Nicht nur für Orts- und Stadtkerne

Keinesfalls dürfe die Ausdehnung der Rahmenöffnungszeiten jedoch nur für Orts- und Stadtkerne gelten, wie dies ursprünglich von der Wirtschaftskammer angedacht worden war. "Wir sind für den Vorschlag, jedoch nur wenn er für alle gleich gilt", so Berkmann.

Die Freigabe der Öffnungszeiten von Montag 0 Uhr bis Samstag 17 Uhr ist den großen Ketten kein besonderes Anliegen. Auch kleinere Händler, wie Vier Jahreszeiten-Eigentümerin Ursula Kropitz, die in Wien vier Nobelboutiquen betreibt, hält "Nachtshopping" etwa bis 21 Uhr nur in den beiden Geschäften in der Innenstadt nur dann für sinnvoll, wenn die Zeiten mit den umliegenden Geschäften abgestimmt sind. "In der Währinger Straße kauft niemand nach 20 Uhr ein", so Kropitz. Hier müssten jedoch auch die Geschäftsbetreiber nicht nach zwei bis drei Monaten bereits wieder aufgeben. (APA)

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    foto: spar
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