"Lost Killers" fanden Heimat in Cottbus

5. November 2000, 23:31

Auszeichnung am Festival des osteuropäischen Films

Cottbus - Die deutsche Komödie "Lost Killers" ist als bester Spielfilm auf dem Siebenten Festival des osteuropäischen Films in Cottbus ausgezeichnet worden. Die mit 20.000 Markdotierte Auszeichnung wurde dem in Deutschland lebenden georgischen Regisseur Dito Tsintsadze am Sonntag verliehen.

Die skurrile Komödie "Lost Killers" spielt im Einwanderer-Milieu in Mannheim und thematisiert das Leben von Randgruppen in Deutschland. Zwei dilettantisch agierende Auftragskiller versuchen darin einen Geschäftsmann umzubringen, werden jedoch durch eine Reihe absurder Zufälle davon abgehalten. Schließlich geschieht ein völlig unerwarteter Mord. "Lost Killers" ist der sechste Film des Georgiers Dito Tsintsadze. Er wurde 1957 in der georgischen Hauptstadt Tiflis geboren, wo er von 1975 bis 1981 an der Filmhochschule studierte. Bereits 1997 war er mit einem Film auf dem Cottbusser Festival vertreten.

In dem weiters prämierten Film "England" des deutschen Regisseurs Achim von Borries geht es um einen Ukrainer, der an den Aufbauarbeiten nach der Tschernobyl-Katastrophe von 1986 beteiligt war. Als er erfährt, dass er nicht mehr lange zu leben hat, möchte er sich seinen Jugendtraum erfüllen und ans Meer fahren. Die ebenfalls prämierte tschechische Komödie "Ene Mene" spielt zur Zeit der ersten freien Wahlen in einer böhmischen Kleinstadt.

Vom 1. bis zum 5. November waren mehr als 100 Filme aus 23 Ländern, darunter zahlreiche deutsche Erstaufführungen, in Cottbus zu sehen. Die zentralasiatischen Länder Kirgisien, Turkmenistan und Usbekistan bildeten in diesem Jahr den regionalen Schwerpunkt. (APA/AP)

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