LASK: Wenn der Vater mit den Söhnen

13. Juli 2008, 18:22
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Die Linzer sind nicht nur dank Vastic perfekt gestartet

Altach – Und Altachs Trainer Heinz Fuchsbichler sprach: "Die Qualität des LASK heißt Ivica Vastic." Das ist natürlich eine Vereinfachung nicht nur des oberösterreichischen Fußballs, aber so ganz unrecht hatte er nicht. Der 38-jährige Ivica Vastic hat beim 3:1 in Altach gleich zweimal zugeschlagen, die Treffer waren an Schönheit kaum zu überbieten. Erst ein gehechteter Kopfball, dann ein gezirkelter Freistoß. Vastic hat in der ewigen Schützenliste der österreichischen Bundesliga (seit 1974) bereits 184 Tore erzielt, er liegt an dritter Stelle. Hans Krankl wird er natürlich nicht mehr erwischen, der hält bei 269 Stück. Es sei denn, Vastic hängt noch zehn Saisonen an. Peter Pacult kann sich dafür schon warm anziehen, die 187 wird der Drittplatzierte ehebaldigst erreichen.

Der LASK ist nach zwei Runden mit dem Maximum von sechs Zählern Tabellenführer, was noch nicht allzu viel zu bedeuten hat. Denn die besiegten Gegner, Kapfenberg (1:0) und Altach, zählen kaum zum Kreis der Titelfavoriten. Der neue Trainer Andrej Panadic stimmte dem zu, er sagte: "Wir sind in einer guten Ausgangsposition."

Die Reduzierung auf den "alten" Vastic ist ein Unfug, die Linzer dürften nämlich zu elft vorne mitspielen. Zumal die Neulinge Markus Weissenberger und Klaus Salmutter wegen Verletzungen noch nicht einmal einsatzbereit sind. In Altach debütierte der 19-jährige Akademie-Spieler Manuel Schreiner, Vastic bezeichnete dessen Leistung als "großartig. Es ist gut, wenn junge Österreicher eine Chance bekommen. Und es ist noch besser, wenn sie diese nützen." Das dritte Tor besorgte übrigens der eingewechselte Thomas Piermayr, er ist gar erst 18 Jahre alt. Beide könnten die Söhne von Vastic sein, sie sind es aber nicht. (DER STANDARD, Printausgabe, Montag, 14. Juli 2008, red)

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