Wien–Eisenstadt ab 2009 direkt

11. Juli 2008, 18:42
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ÖBB elektrifiziert Bahnachse im Nordburgenland

Wien/Eisenstadt – Eisenstadt ist die einzige Landeshauptstadt, die nicht direkt mit der Eisenbahn von Wien aus angefahren werden kann – bisher musste der Zug nach Sopron genommen und knapp vor der Grenze in der Bahnmetropole Wulkaprodersdorf (Direktionssitz der Raab-Ödenburger-Ebenfurther Eisenbahn) umgestiegen werden. Ab 2009 soll das anders werden, vom Wiener Südbahnhof soll man ohne Umsteigen nach Eisenstadt fahren können.

Dazu muss jetzt aber die Strecke Wulkaprodersdorf–Neusiedl/See, an der Eisenstadt liegt, elektrifiziert werden. Die Arbeiten sind bereits im Gange. Der offizielle Spatenstich erfolgte am Freitag. Die Kosten für den Ausbau der 34 Kilometer langen Strecke belaufen sich auf rund 32 Mio. Euro, erklärte ÖBB-Vorstandschef Peter Klugar. Die Kosten teilen sich die ÖBB-Infrastruktur Bau AG und das Land Burgenland. Das Projekt einer weit teureren "Schleife Eisenstadt" – quasi das Rechtsliegenlassen Wulkaprodersdorfs – bleibt auf unbestimmte Zeit in der Schublade aufgehoben. (szem, DER STANDARD, Printausgabe, 12./13.7.2008)

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