Iran manipulierte Bilder des Raketentests

11. Juli 2008, 10:45
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Verteidigungsexperte Mark Fitzpatrick: Flugkörper wurde in Bild kopiert - Zweifel an Reichweitenangabe

Einen Tag nach einem spektakulären Raketentest hat ein Londoner Verteidigungsexperte dem Iran vorgeworfen, Fotos gefälscht und die Angaben zu den Reichweiten übertrieben zu haben, um das Leistungsvermögen seiner Raketen in ein möglichst gutes Licht zu stellen. Auf einer der von den Revolutionsgarden ins Internet gestellten Aufnahmen sei eine von vier Raketen nachträglich reinkopiert worden, sagte Mark Fitzpatrick vom renommierten Internationalen Institut für Strategische Studien (IISS) am Donnerstag. Er vermutete, dass die Revolutionsgarden damit die Fehlzündung einer Rakete vertuschen wollten.

Zweifel

Auch die Versicherungen des Iran, wonach eine ebenfalls getestete Langstreckenrakete des Typs Shahab 3 mit einer Tonne Sprengstoff 2.000 Kilometer weit fliegen kann, stellte Fitzpatrick in Zweifel. Dies sei wenig wahrscheinlich, sagte der ehemalige Mitarbeiter des US-Außenministeriums. Die Reichweite der Rakete liege normalerweise bei 1.300 Kilometern, nur mit einem wesentlich leichteren Sprengkopf könnte sie möglicherweise 2.000 Kilometer weit fliegen - und damit Israel erreichen. "Es ist typisch für den Iran, beim Leistungsvermögen seiner Raketen und seines Atomprogramms zu übertreiben", sagte der Experte. (APA)

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