Milder Winter drückte Betriebskosten

10. Juli 2008, 13:53
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Die wirkliche Sensation im Wiener Sozialbau: 82 Prozent der Mieter bekommen Geld zurück - Im Schnitt 134 Euro - Nachfrage nach Wohnungen weiter ungebrochen

Wien - Die Sozialbau, Österreichs größte gemeinnützige Bauvereinigung, trotz der massiv gestiegenen Wohnkosten: "Die wirkliche Sensation 2007 sind die Betriebskosten - wir haben um ein Prozent geringere Kosten als 2006 und werden im August an 82 Prozent unserer Mieter im Schnitt 134 Euro zurückzahlen", sagte Sozialbau-Chef Herbert Ludl. Ausschlaggebend dafür seien der milde Winter, der den Verbrauch drückte, keine Gebührenerhöhungen und Einsparungen bei der Hausbetreuung.

Nachfrage nach Wohnungen ungebrochen

Die Nachfrage nach Wohnungen sei ungebrochen. Derzeit halte die Sozialbau bei 30.000 Vormerkungen. Jährlich baut sie 1500 neue Wohnungen, wobei Wien mindestens 2000 zusätzliche Wohnungen brauchen würde, so Ludl, der pro Jahr auch 2700 Wohnungen thermisch saniert.

Wohnungsmieter werden immer jünger

Die Wohnungmieter der Sozialbau werden immer jünger. "Meine Kundschaft bei Neubauwohnungen ist zwischen 18 und 25 Jahre alt." 80 Prozent der Neubau-Mieter bekommen eine Subjektförderung. Dadurch werden die Wohnungskosten im Neubau um einen Euro auf 6,8 Euro/m2 gedrückt. Etwa die Hälfte der Sozialbau-Mieter kommt auf eine Durchschnittsmiete von 4,60 Euro/m2. Zum Vergleich: die Marktmiete beträgt in Wien derzeit zwischen acht bis zehn Euro/m2.

Explodiere Grundkosten

Zu kämpfen haben die Gemeinnützigen unverändert unter den explodieren Grundkosten. Doch ortet Ludl "die Angst der Besitzer, dass das so nicht mehr weiter geht". Die Sozialbau hilft sich mit Projektentwicklungen, wo sie die Flächen die für die eigene Zwecke adaptieren werden. Preismindernd wäre zudem eine spezielle Widmung für sozialen Wohnbau. (cr/DER STANDARD Printausgabe 11.7.2008)

 

 

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Sozialbau AG

 

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