Stimmen: "Auslosung zum Kotzen"

11. Juli 2008, 11:46
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  • Red Bull Salzburg - Mattersburg:

    Marc Janko (Salzburg-Dreifachtorschütze): "Es hat sehr viel Spaß gemacht. Wir haben die Philosophie im Verein geändert, spielen offensiv, das gefällt mir gut. Ich will von einer Einzelleistung nichts hören, denn die ganze Mannschaft hat super und hart gearbeitet. Wir sind auf einem gutem Weg, aber trotzdem noch lange nicht dort, wo wir hinwollen."

    "Co" Adriaanse (Salzburg-Trainer): "Die Zuschauer haben applaudiert, die Welle gemacht, das ist der Beweis, dass sie zufrieden waren. Vielleicht nehmen sie das nächste Mal mehr Leute mit. Das Stadion muss voll werden. Wir haben eine sehr, sehr gute Truppe, alle 27 Spieler sind fit. Auch die Spieler auf der Bank haben in der Vorbereitung gut gearbeitet. Tchoyi hat ein Tor gemacht, Zickler und Mahop haben sehr viel gearbeitet, Janko hat drei Tore gemacht, sehr gut gespielt. Aber auch die defensiven Spieler haben gut gespielt, waren wichtig. Wir müssen uns jetzt auf Rapid konzentrieren, das Spiel ist auf Naturrasen, Rapid hat eine sehr gute Mannschaft. Wenn wir auch dort gut spielen und gewinnen, kommen vielleicht in Zukunft mehr Leute."

    Zu Aufhauser: "Ich kenne Rene schon lange, ich hatte ihn schon damals bei Alkmaar auf der Liste. Ich denke, dass er auch in der Abwehr im Zentrum spielen kann. Er ist kopfballstark, sicher am Ball und hat kaum Fehler gemacht und sehr gut gespielt. Der Angriff beginnt in der Defensive."

    Über das neue 4-3-2-1-System: "Auch die Spieler lieben meine Philosophie, wir hatten viele Ballkontakte, können Chancen kreieren. Dadurch ist es auch für Ochs leichter."

    Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Die Niederlage war auch in dieser Höhe verdient. Wir waren durch zwei Standardsituationen schon nach etwas mehr als 30 Minuten 0:2 hinten. Dann haben wir versucht nach vorne zu spielen und den Salzburgern damit Tür und Tor geöffnet. Dann konnte Salzburg eine Show abziehen. Gut, dass wir schon am Samstag wieder spielen, da haben die Spieler wenig Zeit über die Niederlage nachzudenken, zu leiden. Das ist nicht der SV Mattersburg, der er sein kann. Es waren alle schwach, wir werden uns zusammensetzen und dann gilt die volle Konzentration dem Ried-Spiel. Wir haben auch schon mit Kühbauer und Fuchs hier eine Klatsche bekommen. Das lasse ich als Ausrede nicht gelten."

  • Austria Wien - Austria Kärnten:

    Frenkie Schinkels (Trainer Kärnten): "Am meisten Freude hat mir gemacht, wie mir Karl Daxbacher gratuliert hat. Das ist ein Kompliment. Wenn dir der Trainer vom Gegner gratuliert, heißt das, dass man gut gespielt hat. Demnach haben wir uns den Punkt mehr als verdient. Chaile kriegt von mir Lob für das Tor und Kritik für den verschuldeten Elfer. Die Auslosung für uns ist zum Kotzen. Wir dürfen drei Wochen nicht in unser Stadion, nur weil da wer drinnen ist."

    Karl Daxbacher (Trainer Austria): "Wir haben uns viel vorgenommen, aber die ersten 30 Minuten waren katastrophal von uns. Wir haben keine Zweikämpfe gewonnen und viele Bälle verloren. Erst ab der 30. Minute war ein Aufbäumen sichtbar, aber gespielt haben wir dann trotzdem nicht gut. Den Sieg hätten wir uns nicht verdient. Ich hab die Spieler in der Pause aufwecken müssen, sie haben die Maßstäbe genommen von den Testspielen, aber das ist was anderes. So eine Reaktion wie von Okotie möchte ich sehen. Er war sicher enttäuscht, dass er nicht begonnen hat, hat dann aber sehr gut gespielt."

    Carlos Chaile (Kapitän Kärnten): "Es war ein hartes Spiel. Wir haben gut angefangen, dann ist die Austria stärker und stärker geworden. Okotie ist ein guter Spieler, ich habe nicht geglaubt, dass er so gut ist. Wir haben einen Punkt und das war unser Ziel."

  • Kapfenberg - LASK

    Werner Gregoritsch (Kapfenberg-Trainer): "Wir haben in der ersten Halbzeit zu viel Respekt gehabt und nicht so gespielt wir uns das vorgestellt haben. Wir wollten zu null spielen, das Tor war für mich eine Situation aus dem Nichts heraus. Das Bild in der ersten Halbzeit war für mich genau so, wie das eines Aufsteigers, der sich nicht traut. In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft dann aber gezeigt, was sie kann."

    Michael Liendl (Kapfenberg-Mittelfeldspieler): "Wir haben uns tapfer gehalten, aber in der ersten Halbzeit leider ein sehr dummes Tor bekommen. In dieser Liga wird jeder Fehler bestraft. Das Tempo ist höher als in der ersten Liga."

    Andrej Panadic (LASK-Trainer): "Wir haben zu wenig attackiert, die 1:0-Führung zur Pause war aber verdient. Nach der Pause hat Kapfenberg mit langen Bällen Druck gemacht, aber wir sind sehr sicher gestanden. Ich bin mit dem Ergebnis und dem Spiel zufrieden, die jungen Spieler haben sich sehr gut integriert."

    Siegfried Rasswalder (LASK-Torschütze): "Ein Tor beim Bundesliga-Debüt - etwas besseres gibt es nicht. Das hätte ich mir vor dem Spiel nicht träumen lassen. Wir haben hektisch begonnen, uns in der zweiten Halbzeit etwas zurückgezogen, aber wenn man gewinnt, ist immer alles schön und in Ordnung."

  • Ried - Altach

    Gerhard Schweitzer (Interimstrainer Ried): "Wir hatten letzte Woche nach Georg Zellhofers Abschied einen kurzen Schock. Wir haben uns dann zusammengesetzt und sind zum Schluss gekommen, dass wir die Antwort auf dem Platz geben müssen. Trotz der medialen Unruhe habe ich mit Georg Zellhoer eine perfekte Vorbereitung durchgezogen." (zur Präsentation des neuen Coachs am Donnerstag:) "Ich und Paul Gludovatz haben vier Jahre beim ÖFB gut zusammengearbeitet. Wenn er morgen zu uns kommen sollte, dann passt das."

    Heinz Fuchsbichler (Trainer Altach): "Wir waren einfach zu nervös, haben fast keinen Ball nach vorne halten können. Wir haben zu viele Fehler im Spielaufbau und Ried dadurch stark gemacht. Nach dem 1:0 war Ried Herr auf dem Platz und hat besser kombiniert. Mir ist das Ergebnis schleierhaft, weil wir den Gegner genau analysiert haben. Wenn man aber so viele Fehler macht, ist es schwierig, ein Spiel offen zu halten. Spieler wie Roland Kirchler wachsen nicht auf den Bäumen und sind für uns schwer zu kriegen. Jetzt gibt es eben andere Spieler, die in seine Rolle schlüpfen müssen, aber sicher nicht mit der heutigen Leistung."

    Stefan Lexa (Mittelfeldspieler Ried, schoss bei seinem Debüt in Österreichs höchster Liga gleich ein Tor): "Die Heimatluft hat heute geschmeckt, gottseidank sind auch die Tore gefallen. Wenn ich länger in Österreich bin, kommt mein Kärntner Dialekt sicher auch wieder - aber sag' ma mal, ich bin eher a Bayer." (zum Abschied von Georg Zellhofer kurz vor Ligastart:) "Ich habe das zwar noch nie erlebt, dass ein Trainer in der Woche des ersten Punktspiels geht, aber mit Gerhard Schweitzer haben wir auch einen guten Coach. Ich glaube, das heute war eher eine Trotzreaktion. Davon, wer neuer Trainer werden soll, haben wir Spieler noch nichts gehört."

  • Sturm - Rapid:

    Franco Foda (Sturm-Trainer): "Es gab keinen Schwachpunkt, sonst hätten wir gegen so eine starke Mannschaft nicht gewinnen können. Das einzige Problem war die Chancenauswertung. Es war ein hochverdienter Sieg, wir waren das klar bessere Team. Aber wir werden jetzt auf die Euphoriebremse steigen, wir konzentrieren uns auf Soligorsk am Sonntag."

    Marko Stankovic (Sturm-Torschütze): "Die Höhe des Sieges überrascht mich nicht. Mich überrascht, dass wir so dominant waren, wir haben doch fünf Abgänge zu verbuchen. Die Dominanz war unglaublich, wir haben sie kaum ins Spiel kommen lasen. Wenn ich im Kopf ein bisserl lockerer werde, wird einiges mehr drinnen sein."

    Peter Hlinka (Sturm-Verteidiger): "Es ist ein geiles Gefühl, wenn man gegen den Meister gewinnt. Ich bin sehr zufrieden und hoffe, dass wir weiter solche Leistungen bringen. Ich habe in Deutschland ein sehr schweres Jahr erlebt und freue mich, wieder hier in Österreich Fußball zu spielen."

    Peter Pacult (Rapid-Trainer): "Durch Fehler passieren Tore, und da haben wir heute zu viele gemacht. Wir haben bis zur 32. Minute eigentlich alles richtig gemacht. Dann haben wir ein Foul gemacht und das Tor bekommen. Dann kommt Sturm in die Situation, die sie lieben. Sturm hat verdient gewonnen."

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