Zweifel an Gesprächen mit China

11. Juli 2008, 10:37
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Vertreter des Dalai Lama: Chinesische Regierung zeigt keine Bemühungen

Dharamsala - Ein Gesandter des Dalai Lama hat sich enttäuscht über den Verlauf der Gespräche mit der chinesischen Regierung über den Status der Region Tibet geäußert. "Wir haben gehofft, dass die chinesische Führung unsere Bemühungen erwidert, indem sie während dieser Verhandlungsrunde konkrete Schritte macht", sagte der Unterhändler des Dalai Lama, Lodi Gyari, am Samstag im indischen Dharamsala.

"Zeit schinden"

Die chinesische Seite habe jedoch den Vorschlag der Tibeter abgewiesen, in einer gemeinsamen Erklärung beide Seiten zu dem Dialog zu verpflichten. Er habe den Eindruck, dass die chinesischen Verhandlungsführer versuchten, Zeit zu schinden, sagte Gyari. Diese Haltung der chinesischen Regierung lasse den Nutzen weiterer Gespräche zweifelhaft erscheinen. Gyari sowie ein weiterer tibetischer Vertreter hatten sich am Dienstag und Mittwoch zu einer neuerlichen Verhandlungsrunde mit Gesandten Pekings getroffen. Demnach wurde ein weiteres Treffen nach den Olympischen Sommerspielen in Peking vereinbart, das im Oktober stattfinden soll. (APA)

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