Trotz Hitze kaum Arbeit für Rettungskräfte

1. Juli 2008, 17:00
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23 Spitaleinlieferungen stadtweit - Hanappi-Stadion mit nur 350 Fans: Stadt verteidigt Öffnung der "Überlauf"-Fanzone

Wien - Trotz der mediterran anmutenden Temperaturen im Vorfeld des südländischen EM-Duells Spanien-Italien hatten die Wiener Rettungskräfte am Sonntag vergleichsweise wenig zu tun: Insgesamt wurden 23 Fußballfans aus dem gesamten Stadtgebiet ins Spital gebracht, sechs davon aus der Fanzone am Ring, sagte Andreas Zenker vom EM-Sanitätsteam. Die Fans hätten ausreichend Wasser getrunken, begründete er die durchaus positive Tagesbilanz.

Kreislaufprobleme

"Die örtlichen Interventionen sind gestern zwar mehr geworden, bei den Hospitalisierungen haben wir die Hitze aber nicht bemerkt", so Zenker. Notwendig wurden die Abtransporte zumeist durch Folgeerscheinungen der intensiven Sonneneinstrahlung wie Kreislaufzusammenbrüchen oder Dehydrierung. Trotz der friedlichen Fans dürfte es aber zumindest ein kleines Scharmützel gegeben haben: Einen Verdacht auf Nasenbeinbruch mussten die Helfer verarzten.

"Fans trinken genug Wasser"

"Die Fans haben genug Wasser getrunken", so Zenker. Vor den Trinkbrunnen der Fanzone hätten sich teilweise kleine Schlangen gebildet. Außerdem seien die "Schlauchduschen" sehr gut angenommen worden. Die Feuerwehr hatte zwischen Heldenplatz und Rathaus drei durchlöcherte Schläuche ausgelegt, die für Abkühlung sorgen sollten.

Insgesamt besuchten am Sonntag den ganzen Tag über rund 70.500 Menschen die Partymeile am Ring. Zum Anpfiff des letzten Viertelfinales waren es etwa 31.600 Anhänger, berichtete Barbara Schwarzinger vom Stadt Wien Marketing in der Host City-Pressekonferenz. Bedeutend weniger, nämlich nur 350 Besucher, verirrten sich hingegen in die "Überlauf"-Fanzone Hanappi-Stadion. "Nicht gerade überlaufen", kommentierte Schwarzinger den äußerst bescheidenen Zulauf.

Öffnung verteidigt

Auf Nachfrage versicherte sie, dass die Öffnung der bis zu 20.000 Menschen fassenden Arena trotzdem sinnvoll gewesen sei. Schließlich seien für das Match allein 150.000 italienische Supporter erwartet worden, wodurch die Fanzone leicht an ihre Kapazitätsgrenze hätte stoßen können. "Es ist klüger, im Vorfeld eine Ausweichmöglichkeit zu schaffen, als dann Tausende Menschen vor einer überfüllten Fanzone stehen zu haben", so die Argumentation. Ob das Areal in Hütteldorf am Donnerstag beim nächsten Spiel in Wien geöffnet wird, werde noch entschieden.

Insgesamt wurden am Sonntag 100.000 Fußballfreunde in allen Wiener Public Viewing Bereichen gezählt. In der Fanzone feierten seit dem EM-Auftakt rund 750.000 Menschen. Bis zum Finale am 29. Juni könnte die Ein-Millionen-Marke überschritten werden, gaben sich die Veranstalter zuversichtlich. (APA)

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    Die Fußballfans sind scheinbar hitzefest

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