Hauser rechnet mit drei bis vier Mandaten

8. Juni 2008, 13:02
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FPÖ-Spitzenkandidat: "Wahlverlierer werden wir nicht zum Landeshauptmann wählen"

Innsbruck - FP-Spitzenkandidat Abg. Gerald Hauser rechnet bei der Tiroler Landtagswahl am 8. Juni mit drei bis vier Mandaten. Vor fünf Jahren stürzte die FPÖ auf zwei der 36 Sitze ab. Die Übernahme von Regierungsverantwortung wollte Hauser im APA-Interview nicht ausschließen. Aber "Wahlverlierer, egal wie sie heißen, werden wir nicht zum Landeshauptmann wählen", sagte Hauser.

Zweistelliges Wahlziel

"Sehr polarisierend" sei die Stimmung für seine Partei im Raum Innsbruck, berichtete Hauser. In der Landeshauptstadt sei kein einziges FP-Großplakat unbeschädigt. Er sei "nicht überrascht, sondern betroffen", dass etwa das "Ausländerthema" nur von den Freiheitlichen gebracht werde. Im "linken Lager" würden Probleme etwa mit kriminell gewordenen Asylanten "verharmlost", kritisierte Hauser. "Sicherheit" sei eines der Kernthemen der FPÖ.

Wahlziel sei es, wieder zweistellig zu werden, erklärte der FP-Chef. Das vierte Mandat sei ab etwa elf Prozent möglich.

Nur Oppositionspolitik zu betreiben sei ihm zu wenig. Er wolle Partner finden, die die Forderungen der FPÖ umsetzen können. Als wichtige Punkte nannte Hauser unter anderem das Bekämpfen der Armut in Tirol, Stärkung der Familien, Begleitmaßnahmen zum Brennerbasistunnel, ein Bekenntnis zu einer "österreichischen Leitkultur", den Ausbau der direkten Demokratie, die Stärkung der Kontrollrechte des Landesrechnungshofes oder den Baustopp für Minarette. Als "Partner" könne er sich fast alle politischen Gruppierungen mit Ausnahme der Grünen vorstellen. Die Grünen seien aus gesellschaftspolitischen Gründen für die FPÖ undenkbar, sagte Hauser. (APA)

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