William Kentridge erhält diesjährigen Oskar Kokoschka-Preis

15. Mai 2008, 18:27
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Der Südafrikaner bekommt am 21. Mai die höchstdotierte Auszeichnung für bildende Kunst in Österreich verliehen - 20.000 Euro Preisgeld

Wien - Der bekannte südafrikanische Künstler William Kentridge, mehrfacher documenta- und Biennale-Teilnehmer, erhält den Oskar Kokoschka-Preis 2008. Die Verleihung der mit 20.000 Euro höchstdotierten Auszeichnung für bildende Kunst in Österreich findet am 21. Mai um 14 Uhr in der Universität für angewandte Kunst Wien statt. Die Laudatio wird Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder halten.

Medienkunst

Mit der Wahl des 1955 in Johannesburg geborenen Kentridge würdige die Jury einen Künstler, der ein umfassendes Werk von der Zeichnung, Skulptur, Klanginstallation und Medienkunst bis hin zum Film aufzuweisen hätte. Darüber hinaus seien die soziale Facette seines Schaffens und sein politisches Engagement beachtlich, begründet der Vorsitzende der Jury, Rektor Gerald Bast, in einer Aussendung die Entscheidung.

Kentridge studierte in Johannesburg Politik und Kunst und in Paris Schauspiel und Theater. 1975 begann er als Schauspieler, Regisseur und Bühnenbildner mit oppositionellen Theater- und Opernaufführungen. 1997 und 2002 waren seine Arbeiten auf der documenta in Kassel zu sehen, 1993 und 2005 nahm er mit Animationsfilmen an der Biennale Venedig teil. 1999 war Kentridge in der Neuen Galerie Graz mit einer eindrucksvollen Ausstellung im Rahmen des "steirischen herbstes" vertreten. (APA)

Über den Oskar Kokoschka-Preis:
Der 1980 im Todesjahr des 1886 in Pöchlarn geborenen Malers Oskar Kokoschka von der Bundesregierung gestiftete Preis wird alle zwei Jahre an eine/n bildenden Künstler/in in Anerkennung seines/ihres Schaffens verliehen. Der erste Preis ging 1981 an Hans Hartung, seither wurden Mario Merz, Gerhard Richter, Siegfried Anzinger, Agnes Martin, Jannis Kounellis, John Baldessari, Maria Lassnig, Valie Export, Ilya Kabakov, Günter Brus und 2006 Martha Rosler ausgezeichnet.
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    William Kentridge vor einem seiner Werke in der Ausstellung "What Will Come (Has Already Come)" (2007) in Städel-Museum Frankfurt.

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