Familie war in Oberösterreich aufgefallen

29. April 2008, 18:27
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Hatten bis Mitte der 90er-Jahre eine Pension im Salzkammergut - Ortsbewohnerin erinnert sich an "Streitigkeiten" und wenig umgangsfreundlichen Ton

Josef F. lebte nicht nur in Amstetten in Niederösterreich, sondern dürfte mit seiner Familie jahrelang auch eine Pension in Oberösterreich betrieben bzw. bewohnt haben. "Ich habe mich eben erinnern können, dass die Familie hier gelebt hat", sagte ein Ortsbewohnerin am Dienstag. "Sie sind halt aufgefallen, irgendwie."

Laut den Erinnerungen der Gemeindemitglieder bewohnte der heute 73-Jährige mit seiner Familie zwischen Ende der 70er-Jahre bis Mitte der 90er-Jahre eine große, mehrstöckige Pension mit Campingplatz. Diese sei nicht nur ein Feriendomizil gewesen, auch die Schule sei besucht worden, erzählte die Frau. "Diesbezüglich hat es mit der Familie nie Probleme gegeben." Etwa 1996 sei das Haus im oberösterreichischen Seengebiet im Salzkammergut verkauft worden, meinte sie. "Da hat man dann nichts mehr von ihnen gehört."

Der Familienname sei ein Begriff und habe zum Ortsgeschehen gehört, erinnert sich die Bewohnerin an Josef F. "Ich glaube, er war nicht sehr umgangsfreundlich. Niemand hat viel über ihn gewusst." Schwierigkeiten habe es damals anscheinend bei den Zubauten bei der Pension und den diesbezüglichen Vorschriften gegeben. Aber: "Streitigkeiten gibt es bald einmal", meinte sie.

Pension abgebrannt

Anfang der 80er-Jahre sei die große Pension unter mysteriösen Umständen abgebrannt, viel kleiner wieder aufgebaut und einige Jahre später verkauft worden - zu einem Zeitpunkt, in dem sich die heute 42-jährige Tochter bereits in Gefangenschaft in dem Verlies in Amstetten befunden habe muss.

Die Erinnerung, mit Josef F. und seiner Familie sozusagen Tür an Tür gewohnt zu haben, sorgt nun auch in der kleinen idyllischen Gemeinde in Oberösterreich für Gesprächsstoff und Medienandrang. "Es ist erschütternd, wenn man so etwas hört", meinte eine Lehrerin. "Dass so etwas in unserer Zeit passiert." Durch das große Interesse an dem Fall seien am Dienstag bereits Übertragungswagen von in- uns ausländischen Fernsehsendern durch den Ort gefahren. "Das fällt natürlich in so einem kleinen Ort auf, wo sich normalerweise Fuchs und Hase gute Nacht sagen." (APA)

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