Damaskus will mit IAEO kooperieren

5. Juli 2008, 15:23
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UN-Gesandter: "Nichts zu verbergen"

New York - Im Streit über eine angebliche atomare Kooperation zwischen Syrien und Nordkorea hat der syrische UN-Vertreter eine Zusammenarbeit mit der Atomenergiebehörde IAEA angekündigt. Syrien habe "nichts zu verbergen", sagte Bashar Jaafari am Freitag. IAEA-Chef Mohammed ElBaradei dürfe bezeugen, dass Syrien in der Angelegenheit die Wahrheit sage. "Deswegen haben wir keine Angst vor dieser Zusammenarbeit", sagte Jaafari.

Anschuldigungen

In einem am Donnerstag veröffentlichten US-Geheimdienstbericht wird Nordkorea vorgeworfen, Syrien beim Bau eines Nuklearreaktors geholfen zu haben, ehe dieser vor acht Monaten vom Nachbarland Israel durch Luftangriffe zerstört wurde. Die IAEA kündigte daraufhin eine Untersuchung an. Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, hätte Syrien ElBaradei zufolge gegen internationale Vereinbarungen verstoßen, mit denen die Verbreitung von Nuklearwaffen verhindert werden soll.

Syrien wies die Anschuldigungen entschieden zurück und stellte die Glaubwürdigkeit von US-Geheimdienstberichten grundsätzlich infrage. Zudem warf die Regierung in Damaskus den USA vor, Israel im vergangenen September bei einem Angriff auf Syrien geholfen zu haben. Dabei soll nach US-Darstellung der besagte Atomreaktor zerstört worden sein. (APA/Reuters)

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