Ex-KP-Chef von Shanghai muss für 18 Jahre ins Gefängnis

1. Juli 2008, 13:54
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Chen soll Gelder aus Rentenfonds für Immobilienspekulationen missbraucht haben

Shanghai - Ein chinesisches Gericht hat den früheren Chef der Kommunistischen Partei in Shanghai, Chen Liangyu, wegen Korruption zu 18 Jahren Haft verurteilt. Chen wurde vom Volksgericht Nummer zwei in Tianjin wegen "Annahme von Bestechungsgeld und Machtmissbrauchs" schuldig gesprochen, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag berichtete.

Chen wurde vor knapp zwei Jahren im Rahmen einer Kampagne zur Korruptionsbekämpfung abgesetzt. Er war der ranghöchste Parteifunktionär seit mehr als einem Jahrzehnt, der sein Amt verlor.

Dem einstigen Mitglied im mächtigen Pekinger Politbüro war vorgeworfen worden, den Missbrauch des städtischen Rentenfonds für spekulative Immobilienprojekte und andere Geschäftemachereien ermöglicht zu haben. Er soll außerdem Vetternwirtschaft betrieben und Korruption geduldet haben. (APA/AP/dpa)

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