Daniela Klemenschits gestorben

2. Juli 2008, 17:01
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Österreichische Doppel­spezialistin erlag im Alter von 25 Jahren einer Krebserkrankung - Schwester Sandra am Weg der Besserung

Salzburg - Der österreichische Sport trauert um Daniela Klemenschits. Im Alter von nur 25 Jahren verlor die Salzburgerin in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch im Landeskrankenhaus Salzburg ihren langen Kampf gegen die schwere Krankheit. Daniela litt seit Jahresbeginn 2007 an einer seltenen Krebserkrankung im Unterleib, auch ihre Zwillingsschwester Sandra leidet an dieser Erkrankung, befindet sich aber auf dem Weg der Besserung.

Die am 13. November 1982 geborene Daniela Klemenschits bestritt an der Seite ihrer Zwillingsschwester Sandra im Jahr 2005 zwei Fed-Cup-Begegnungen für Österreich und gewann auf ITF-Ebene 23 Doppelturniere. Als beste Weltranglisten-Platzierung erreichte sie Position 95 im Doppel (August 2005) und Platz 356 im Einzel (Juli 2001).

"Wir sind alle zutiefst betroffen. Ich darf im Namen des Österreichischen Tennisverbandes und aller Landesverbände der Familie unsere aufrichtige Anteilnahme zum Ausdruck bringen. Wir werden Daniela, die das österreichische Tennis stets vorbildlich vertreten hat, immer in Erinnerung behalten. Ein großer Dank geht an Kurt Waltl, der in den vergangenen 15 Monaten in aufopferungsvoller und unermüdlicher Weise die Familie Klemenschits begleitet hat", so ÖTV-Präsident Ernst Wolner.

Der Fall der österreichischen Zwillingsschwestern hat weltweit für Aufsehen und Anteilnahme gesorgt. Nicht zuletzt auch dank Initiative von Barbara Schett wurde auch eine große Spendenaktion auf der WTA- und ATP-Tour ins Leben gerufen, sowie Geld auf einer Auktion im Internet lukriert, um für die kostspieligen Behandlungen beider Schwestern aufzukommen. ÖTV-Massuer Kurt Waltl hatte sich besonders dem Schicksal der beiden Zwillinge gewidmet und möchte sich auf diesem Weg bei den behandelnden Ärzten für deren unermüdlichen Einsatz sowie bei allen Spendern bedanken, die den Kampf von Daniela Klemenschits seit Jahresbeginn 2007 unterstützt haben.

"Die Tennisfamilie ist geeint wie selten zuvor durch die Organisation und Mitwirkung bei unzähligen Aktivitäten für die Heilungschance, die jeder Patient hat, eingetreten", meint ÖTV-Generalsekretär Peter Teuschl auf der Website des Verbandes. "Tennis-Spieler und -Spielerinnen, Vereine, Sponsoren, Medienverteter, Tennis Austria und viele, die von dem Schicksal berührt waren, haben sich in den vergangenen Monaten für Daniela stark gemacht und Geld gesammelt. Durch dieses einmalige Zusammentreten und an einem Strang ziehen sind auch wir alle ein Stück näher gerückt. Unser Beileid gilt in dieser harten Zeit aber ganz besonders der Familie Klemenschits. Wir werden Daniela immer in unseren Gedanken tragen." (APA)

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    Österreichs Fed-Cup-Team 2005: Yvonne Meusburger, Tamira Paszek, Sandra Klemenschits, Daniela Klemenschits und Kapitän Alfred Tesar.

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