Joost: Eine unsichere Zukunft

7. April 2008, 14:36
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Internet-Videodienst steht laut Bericht vor dem Umbau - Service konnte bislang nicht Fuß fassen - Webbasierte Version soll Hulu Paroli bieten

Der Internet-Videodienst Joost, der einst als großer Hoffnungsträger gefeiert wurde, will laut einem Zeitungsbericht sein internationales Geschäft aufgeben und sich nur noch auf den US-Markt konzentrieren. Grund sei, dass Joost zu wenige Nutzer gefunden und sich nicht genug Senderechte für attraktive Inhalte gesichert habe, berichtete die Londoner "Sunday Times". Joost galt anfänglich als starker Konkurrent für den populären Videodienst YouTube und hatte den Anspruch, das "Fernsehen der Zukunft" zu sein.

Konkurrenz

Allerdings geriet das neue Projekt der bekannten Internet-Unternehmer Niklas Zennström and Janus Friis mit der Zeit in den Schatten von Wettbewerbern wie der Video-Plattform Hulu von NBC und der News Corp. von Rupert Murdoch. Ein Problem war vor allem wie bei anderen Videodiensten - selbst iTunes von Apple - dass die Ausstrahlungsrechte für verschiedene Länder zum Teil immer wieder neu erworben werden müssen und es zum Teil schon viele frühere Vereinbarungen gibt.

Update, 14:30

Mittlerweile hat Joost-CEO Mike Volpi gegenüber der Nachrichtenseite Gigaom dem Bericht widersprochen. Man plane neben den USA auch weiterhin in Westeuropa und China aktiv zu bleiben. Auch will man in den kommenden Monaten eine webbasierte Version von Joost anbieten, mit der man sich besser gegenüber der Konkurrenz von Hulu und Co. positionieren will. (APA/red)

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