Leopold-Museum: Zunächst Verhandlungen

3. April 2008, 18:55
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Privatstiftung wird Provenienzen durch "unabhängige, unbefangene Einrichtung" erforschen lassen - Claudia Schmied begrüßt Entscheidung

Wien - Die Stiftung Leopold beschloss in der Vorstandssitzung am Mittwoch, die Provenienzen "durch eine unabhängige, unbefangene Einrichtung erforschen" zu lassen.

Mit Rudolf Leopold (künstlerischer Direktor auf Lebenszeit), Peter Weinhäupl (kaufmännischer Leiter) sowie den Vorstandsmitgliedern Wolfgang Nolz und Andreas Nödl wurde ein Team nominiert, das eine "entsprechende Vereinbarung mit dem Bund" verhandeln werde. Geklärt werden solle nach Möglichkeit bis Ende April die "Einsetzung und Organisation der Einrichtung sowie ihr Tätigkeitsumfang, ein Zeitplan und die Kostentragung derselben". Dies entspricht nicht dem Plan von SPÖ-Kulturministerin Claudia Schmied.

Sie hatte letzte Woche angekündigt, dass bereits Ende April zwei vom Bund bezahlte (und bestellte) Restitutionsforscher ihre zweijährige Arbeit aufnehmen sollen. Die Stiftung Leopold, die angeblich über Schmieds Vorhaben offiziell nie informiert worden sei, will nun bei der Auswahl der Forscher mitreden: Man pocht auf deren "Unbefangenheit". (trenk, DER STANDARD/Printausgabe, 04.04.2008)

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    foto: leopold museum
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