Rothschild steigert Gewinn

23. April 2008, 16:11
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Der Schweizer Bank ist nach eigenen Angaben nicht von der Subprime-Krise betroffen

Genf - Die Banque Privee Edmond de Rothschild hat den Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr um rund 30 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 246,4 Mio. Franken (157 Mio. Euro) gesteigert. Erstmals verwaltete die Genfer Bank mehr als 100 Mrd. Franken Kundengelder (+20 Prozent).

Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft stieg um knapp 30 Prozent auf 106,3 Mio. Franken, wie die Privatbank am Mittwoch mitteilte. Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft erhöhte sich der Erfolg um einen Fünftel auf 583,9 Mio. Franken. Das Handelsgeschäft trug mit 128,9 Mio. Franken (+15 Prozent) zum operativen Ergebnis bei.

Insgesamt erhöhte sich der Betriebsertrag um 21 Prozent auf 866,1 Mio. Franken. Dem standen Betriebsaufwendungen im Umfang von 501,6 Mio. Franken (+20 Prozent) gegenüber.

Am Markt nicht eingestiegen

Die Bank sei nicht in den Markt für minderwertige US-Hypotheken ("Subprimes") eingestiegen und habe demzufolge auch keine Verluste zu verzeichnen, heißt es weiter.

Die Bilanzsumme Ende 2007 betrug 11,5 Mrd. Franken, nach 8,4 Mrd. sFr im Vorjahr. Die Eigenkapitalrendite belief sich auf 22,3 (18,8) Prozent, die Rendite auf den verwalteten Vermögen 2,5 (2,4) Prozent. Im 2007 beschäftigte die Bank 1.375 Mitarbeiter (2006: 1.277).

Die Bank plant, Dividenden in Höhe von 108 Mio. sFr auszuschütten, nach 81 Mio. sFr im Vorjahr. Je Namensaktie würden somit 480 (180) sFr ausgeschüttet, je Inhabertitel ergibt sich eine Dividende von 2.400 (900) sFr je Aktie. Im laufenden Geschäftsjahr will sich die Bank insbesondere auf die Regionen Europa, Asien, den Mittleren Osten und Lateinamerika konzentrieren. (APA/sda)

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