Gusenbauer und sein neues Handy: iKanzler

23. April 2008, 12:43
63 Postings

Das BZÖ befürchtet, dass das womöglich um Steuergelder angeschaffte Handy des Kanzlers illegal entsperrt wurde - von Helmut Spudich

Es soll kurz nach dem Fest der Auferstehung nicht ungeziemend wirken, darauf hinzuweisen, dass Apples iPhone ob seiner wundersamen Fähigkeiten von begeisterten Jüngern „Jesus Phone“ getauft wurde. Jedenfalls verwundert es nicht zu hören, dass auch der frühere Ministrant, der jetzt unser aller Bundeskanzler ist, ein Anhänger des iPhone-Kults ist.

Und das, bevor das „Jesus Phone“offiziell in unserem kleinen Land angebetet werden durfte. Denn am Tage der hiesigen iPhone-Offenbarung, dem 14. März 2008, erfuhren wir, dass der Kanzler schon seit zwei Monaten iPhone-Benutzer war. Oder wie sein Sprecher, selbst bekennender iPhoneist, später präzisierte, seit seinem Geburtstag am 8. Februar.

Mit der für das Zusammenzählen von eins und eins bei Orangen nötigen Frist ruft dies jetzt das BZÖ auf den Plan. Es befürchtet, dass das womöglich um Steuergelder angeschaffte Handy gar illegal entsperrt wurde. Oder, man weiß nicht, was schlimmer wäre, dass ein Handyprovider dem Kanzler den Kauf ermöglicht hätte, bevor das iPhone noch für den kleinen Mann erhältlich war.

Wir dürfen ein paar Fragen nachreichen: Wurden bei der Einfuhr die Einfuhrumsatzsteuer und allfälliger Zoll entrichtet? Wie konnte ein Gerät, das nach Angaben Ihres Sprechers aus den USA stammt, mangels eines hierzulande verpflichtend vorgeschriebenen CE-Siegels für elektronische Geräte legal eingeführt werden? Können andere Bürger mit Gleichbehandlung rechnen? Am meisten würde uns aber dies interessieren, und zwar von den Orangen: Wie viel kostet es Steuerzahler, dass Sie uns mit solchem Schwachsinn behelligen? Und gibt es einen Hack, mit dem man so etwas abstellen kann? Sie können uns die Antworten gern auf unser iPhone schicken. (DER STANDARD, Printausgabe, 25.3.2008)

Share if you care.