"Die Google Falle" - Eine kritische Sicht zur Macht der Suchmaschine

17. März 2008, 13:38
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Autor Gerald Reischl hat dem US-Konzern kritisch auf die Finger geschaut und Erstaunliches zutage gefördert

"Googeln" ist längst ein allgemein gebräuchliches Wort für die Suche im Internet geworden. Die US-Internet-Plattform Google bietet mittlerweile nicht nur die Suchabfrage, sondern mit Google Earth, Google Docs oder Google Mail zahlreiche Dienste an, mit der sie sich zu einem der wichtigsten Konzerne im Internet entwickelt hat. Eine Machtkonzentration, die auch zahlreiche kritische Fragen aufwirft. Genau mit diesen beschäftigt sich das aktuelle Buch "Die Google Falle – Die unkontrollierte Weltmacht im Internet" des "Kurier"-Journalisten, ORF-Technologie-Experten und Buchautors Gerald Reischl.

Weder "cool" noch harmlos

Er kommt in dem knapp 200-seitigen Werk zu dem Schluss, dass Google weder "cool" noch harmlos ist, sondern mit derart viel Macht ausgestaltet ist, dass dies mitunter gefährlich sein könnte. So bedrohe der US-Konzern demokratische Entwicklungen in China, etwa durch Zensur. "Dank" Google könne in Peking keiner nach den Begriffen "Unabhängigkeit" oder "Taiwan" suchen. Google wolle "nicht nur das totale Wissen über die Nutzer, sondern könnte in Zukunft auch größter Herausgeber, Händler, Archivar von Informationen werden", heißt es in dem Buch.

Reischl, der mit seinem Buch "Im Visier der Datenjäger" vor zehn Jahren einen Bestseller landete, hat neun Monate für das Buch recherchiert, unter anderem in San Francisco/Mountain View und besuchte mehrmals den Google-Campus.(APA)

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Google

"Die Google Falle" – ISBN 978-3-8000-7323-8, Ueberreuter Verlag, Preis 19,95 Euro

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