Entführte Salzburger: Warten auf Infos aus Mali

14. März 2008, 19:21
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Berichte über Suchaktionen in Algerien und Tunesien - Aus Mali lag am Mittwoch noch keine offizielle Stellungnahme vor

Nach wie vor fehlt jede Spur von den beiden, möglicherweise von Al-Kaida entführten Salzburgern Andrea Kloiber und Wolfgang Ebner. Das Außenministerium in Wien versucht weiterhin, Klarheit darüber zu bekommen, wo die beiden verschleppt worden sein könnten und wohin sie gebracht wurden.

Die tunesischen Behörden geben an, dass die beiden Touristen Tunesien in Richtung Algerien verlassen haben und nicht auf tunesischen Staatsgebiet entführt wurden. Allerdings dementierte die algerische Botschaft in Wien am Mittwoch auf Anfrage des Standard, dass Kloiber und Ebner in Algerien sein könnten. Auf welche Informationen sich diese Aussage stützt, konnte nicht beantwortet werden. Trotz der Dementis berichteten algerische und tunesische Medien darüber, dass Polizei und Armee in beiden Staaten nach Kloiber und Ebner suchen.

Keine offizielle Stellungnahme aus Mali

Einzig aus Mali lag am Mittwoch noch keine offizielle Stellungnahme vor. Die österreichische Botschaft in Dakar, Senegal, die auch für Mali zuständig ist, und das Außenministerium selbst versuchten, Informationen aus Mali zu erhalten. Eine algerische Zeitung hatte am Dienstag berichtet, dass die beiden Geiseln nach Mali verschleppt wurden. Das Außenministerium bestätigte die Entführung Kloibers und Ebners weiterhin nicht.

Al-Jazeera hatte am Montag eine Audiobotschaft ausgestrahlt, in der die "Al-Kaida im Islamischen Maghreb" behauptet, Kloiber und Ebner in ihrer Gewalt zu haben. Die mutmaßlichen Entführer warnten vor einer militärischen Befreiung der beiden. (szi/ DER STANDARD Printausgabe 13.3.2008)

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