Ölpreis-Hausse beflügelt SBO

11. April 2008, 21:36
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Ölfeld-Ausrüster 2007 mit Rekordgewinn - Zukäufe in Überlegung

Wien - Schoeller Bleckmann Oilfield Equipment (SBO), ein auf Hochpräzisionsteile für die Öl- und Gasindustrie spezialisiertes Unternehmen mit Sitz in Ternitz (NÖ), profitiert wie kaum ein zweites vom anhaltend hohen Ölpreis. 2007 hat SBO das zweite Jahr in Folge ein Rekordergebnis erzielt. "Wir sind zuversichtlich, dass auch 2008 ein sehr erfolgreiches Jahr wird", sagte Vorstandschef Gerald Grohmann bei der Bilanzpräsentation.

Mit gut 1200 Mitarbeitern, davon 375 in Ternitz, hat SBO im Berichtsjahr den Umsatz um 33 Prozent auf 317,4 Mio. Euro gesteigert; der Gewinn (EGT) kletterte um 55 Prozent auf 72,5 Mio. Euro, was einem Gewinn je Aktie von 3,13 (2006: 2,15) Euro entspricht. Die Dividende wird auf 1,10 Euro (inklusive 60 Cent Bonus) erhöht.

Hauptkunden von SBO sind Unternehmen wie Schlumberger, Baker Hughes und Halliburton, die im Auftrag von Shell, BP oder OMV nach Öl und Gas bohren. Seit 2004 wird, ausgelöst durch die steigenden Preise für Rohöl, wieder heftig in die Suche nach neuen Kohlenstoffvorkommen investiert. Grohmann geht davon aus, dass der Aufschwung über das Jahr 2010 hinaus anhält. Einerseits gingen die Förderraten bestehender Bohrlöcher um durchschnittlich vier bis acht Prozent pro Jahr zurück; diese Mengen müssten durch neue Bohrungen kompensiert werden. Andererseits sei der Öldurst aufstrebender Länder wie China und Indien ungebrochen.

Noch im März will SBO in Ternitz eine zusätzliche Produktionslinie in Betrieb nehmen, der Vollbetrieb ist für das zweite Halbjahr 2008 geplant. Ist SBO bisher ausschließlich organisch gewachsen, sieht man sich nun auch nach Kaufgelegenheiten um. Grohmann: "Die Unternehmen sind nicht mehr so extrem überteuert wie noch vor kurzem." (stro, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 13.03.2008)

  • Durch die Finanzkrise sieht der Ölfeldausrüster derzeit keine Abschwächung des Marktumfelds.
    foto: sbo

    Durch die Finanzkrise sieht der Ölfeldausrüster derzeit keine Abschwächung des Marktumfelds.

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