Vorarlberg jagt Kapfenberg

14. März 2008, 19:59
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Start ins Frühjahr: Führ­ende Steirer spitzen nach 41 Jahren wieder auf Erstklassigkeit - Buli-Boss Pangl will Rückkehr zur Zehnerliga

Wien - Am Freitag startet nach 14-wöchiger Pause die Red Zac Erste Liga aus ins Frühjahr. Obwohl der Kapfenberger SV mit je fünf Zählern Vorsprung auf Austria Lustenau und Austria Amateure in die letzten 13 Runden geht, ist für Liga-Schirmherr Herbert Prohaska das Titelrennen noch nicht gelaufen. "Die Vorarlberger haben die Klasse, die Kapfenberger noch abzufangen", glaubt Prohaska.

Vom Höhenflug der Obersteirer zeigt er sich überrascht. "Das junge Team hat nicht nur erfolgreichen, sondern auch begeisternden Fußball mit vielen Toren geboten. Die Arbeit von Trainer Werner Gregoritsch ist im Spiel der Mannschaft deutlich zu sehen." 41 Jahre ist es her, dass Kapfenberg zuletzt erstklassig war. Gregoritsch selbst will "von der Favoritenrolle nichts hören." Er hat praktisch dieselbe Truppe wie im Herbst zur Verfügung. Michael Liendl, mit 12 Toren und 11 Assists ein der auffälligsten Spieler, hat seinen Vertrag bis 2010 verlängert.

"Wir haben in bisher 20 Runden bewiesen, dass wir eine Mannschaft mit Qualität haben. Andere Vereine haben vielleicht bessere Einzelspieler und die Lustenauer den Druck, Meister werden zu müssen", glaubt Gregoritsch. Natürlich sei das Ziel der Aufstieg.

"Schnellstmöglich Zehnerliga"

Bad Aussee und FC Kärnten haben kaum mehr Chancen auf den Klassenerhalt, der dritte Absteiger wird sich auch finden. Davon soll es in Zukunft übrigens wieder weniger geben, der vor mehr als drei Jahren als Kompromiss zwischen Bundesliga und ÖFB beschlossene Direktaufstieg der jeweiligen Regionalliga-Meister und die damit verbundene Aufstockung der Liga auf zwölf Vereine haben sich nicht bewährt. Findet Bundesliga-Vorstand Georg Pangl: "Die hohe Fluktuation mit vier neuen Kubs pro Saison hat sich eindeutig negativ ausgewirkt." Aufgrund der großen Anzahl neuer Vereine leide sowohl die sportliche als auch die wirtschaftliche Entwicklung. "Unser Ziel ist es, schnellstmöglich eine Rückkehr zur Zehnerliga zu erreichen", kündigte der Burgenländer an.

Zufrieden zeigt sich die Bundesliga über den stetig steigenden Anteil junger Österreicher. "Im Herbst kamen pro Spiel mehr als neun Österreicher, das sind 83,8 Prozent, zum Einsatz, von denen fast ein Drittel, das sind 29,3 Prozent, noch U21-spielberechtigt ist", sagte Pangl. (APA/red)

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    Kapfenberg-Coach Werner Gregoritsch ist für das Frühjahr vorsichtig optimistisch.

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