Angeblicher Neffe von Margaret Thatcher als Hochstapler verurteilt

24. März 2008, 19:09
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Drehte Banken gefälschte Wertpapiere an

Zürich - Ein Hochstapler, der sich als Neffe der ehemaligen britischen Premierministerin Margaret Thatcher ausgegeben hatte, ist in Zürich wegen Betrugs verurteilt worden. Der Engländer hatte versucht, Banken gefälschte Wertpapiere (Bonds) eines nicht existierenden Londoner Geldinstituts im Wert von rund einer Milliarde Franken (rund 635 Millionen Euro) anzudrehen.

Das Bezirksgericht Zürich verurteilte ihn am Montag zu einer Bewährungsstrafe von 14 Monaten. Der Angeklagte war allerdings nicht anwesend, weil er in der Zwischenzeit nach Großbritannien ausgeliefert worden war.

Der laut Staatsanwaltschaft "klassische Hochstapler", der in Luxuslimousinen vorfuhr und in einer teuren Villa in Küsnacht am Zürichsee wohnte, hatte die Bonds selbst hergestellt. Er wollte sie bei den Banken deponieren und dann beleihen. Bei den Topmanagern der Banken stellte sich der Mann als Direktor eines erfolgreichen texanischen Finanzinstitutes mit MBA-Abschluss und als leiblicher Neffen von Margaret Thatcher vor. Die Geldinstitute fielen aber auf den Schwindel nicht herein. Mit den 80.000 Franken, die bei der Festnahme des Mannes im August 2007 beschlagnahmt worden waren, sollen die Verfahrens- und Anwaltskosten beglichen werden. (APA/dpa)

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