Paris fordert Aufklärung der Umstände des Todes des EUFOR-Soldaten

14. März 2008, 17:34
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Morin: Sudanesische Grenztruppen haben ohne Warnung geschossen

Paris - Frankreich hat Aufklärung über die Umstände gefordert, die zum Tode eines französischen Soldaten der europäischen EUFOR-Friedenstruppe geführt haben. Der Unteroffizier war am Montag mit einem Kameraden im Tschad auf Erkundungsfahrt gewesen. Die Soldaten hätten mit ihrem Fahrzeug "aus Unachtsamkeit die Grenze zwischen dem Tschad und dem Sudan überquert und beim Anblick eines Kontrollpostens angehalten, um sich erkenntlich zu machen", erklärte am Freitagabend Verteidigungsminister Hervé Morin.

"In diesem Augenblick haben die Personen, die den Kontrollpunkt hielten, ohne Warnung das Feuer eröffnet. Ich verurteile die unverhältnismäßige und ungerechtfertigte Gewalt dieser Aktion", erklärte Morin. Die Leiche des Soldaten sei am Freitag in Khartum eindeutig von französischen Experten identifiziert worden. Sie war nach sudanischen Angaben zwei Kilometer vor der Grenze auf sudanesischem Gebiet gefunden worden.

Die Stationierung der 3.700 Mann starken Truppe im Tschad und in der angrenzenden Zentralafrikanischen Republik zum Schutz ziviler Flüchtlinge hatte erst im Februar begonnen. Österreich ist mit 145 Mann an der EUFOR-Truppe beteiligt. (APA/dpa)

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