Nach der Gala die Hausmannskost

8. März 2008, 17:57
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Dem Kantersieg über Anderlecht folgt das Duell mit Aufsteiger Karlsruhe - Verfolger müssen auswärts bestehen

Berlin - "Bayerischer Blitzkrieg in Brüssel" (De Morgen), "Münchner spielten mit Händen in Hosentaschen und erteilten trotzdem kolossale Fußball-Lektion" (Le Soir). Mit solchen und ähnlichen Schlagzeilen haben die belgischen Zeitungen den FC Bayern nach der 5:0-Gala über den armen RSC Anderlecht im UEFA-Cup-Achtelfinale bedacht. Mit viel Lob und dem höchsten Europacup-Auswärtssieg seit 13 Jahren kehrt der deutsche Rekordmeister an Wochenende in den Bundesliga-Alltag zurück.

Dort wartet auf den mit vier Punkten Vorsprung auf Werder Bremen und mit sechs Zählern auf den Hamburger SV führenden Spitzenreiter am Samstag in der Allianz-Arena (15.30 Uhr/live ATV) der starke Aufsteiger Karlsruher SC. "Brüssel hat nicht so viel Kraft gekostet, daher können wir mit voller Pulle spielen", kündigte Bayern-Manager Uli Hoeneß ebenso selbstbewusst wie lautstark an.

KSC-Coach Edmund Becker weiß, dass seine Mannen "am absoluten Limit" spielen müssen, um wieder zu überraschend. FCB-Feldherr wird seine Elf neuerlich verändern. Die in Brüssel geschonten Kahn, Klose und Ribery dürften wieder von Beginn an drankommen.

"Die Rotation ist kein Risiko für mich, sondern ein sinnvolles Konzept", erklärte der künftige Schweizer Teamchef. Wenn man Meister werden wolle, müsse man sich sehr schnell wieder auf das Alltagsgeschäft konzentrieren. Neben dem gesperrten Van Bommel fällt auch der erkrankte Ze Roberto aus, Demichelis (Fußprellung) ist fraglich. Dafür kehrt Lucio zurück.

Die Bayern-Verfolger müssen jeweils auswärts antreten, der HSV am Sonntag in Nürnberg gegen den Nachzügler, Werder in Stuttgart gegen den Titelverteidiger. Martin Harnik dürfte abermals nicht von Beginn an zum Zug kommen.

Die Bremer wollen sich für die 0:2-Pleite vom UEFA-Cup-Donnerstag gegen Rangers rehabilitieren. Im Blickfeld steht dabei Torhüter Tim Wiese, der sich in Glasgow mit zwei unglaublichen Patzern vom umjubelten Elfer-Killer zum Fliegenfänger degradiert hat. (APA/red)

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