Zwei Klagen gegen Alinghi

12. März 2008, 12:23
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America's Cup: Neuseeland wendet sich wegen Vertragsbruchs und Wettbewerbs­verzerrung an die Gerichte

Madrid - Im Streit um die nächste Austragung des America's Cup hat am Donnerstag Teamchef Grant Dalton vom Team New Zealand in den USA zwei Klagen gegen Titelverteidiger "Alinghi" eingereicht und Schadenersatz in Millionenhöhe gefordert. Das Team Alinghi ließ in einer Mitteilung verlauten, dass es vom Team New Zealand "nichts Offizielles" erhalten habe. "Falls dies der Fall sein sollte, werden wir keinen Kommentar abgeben, bis unsere Rechtsabteilung die Angelegenheiten geprüft hat", hielt das Schweizer Syndikat weiter fest.

In der ersten Klage wird der Equipe der Schweizer Yacht, die die bisher letzte Auflage 2007 gegen die "Kiwis" mit 5:2 gewonnen hatte, Vertragsbruch vorgeworfen. Bei der Unterzeichnung für die 33. Austragung des America's Cup sei vereinbart worden, diese im Juli 2009 vor Valencia durchzuführen. Aufgrund des laufenden Rechtsstreits zwischen Alinghi und BMW Oracle dürfte der nächste America's Cup mit mehreren Herausforderern aber frühestens 2011 über die Bühne gehen.

Klage Nummer zwei der Neuseeländer besagt, dass Alinghi sich durch die Wahl des spanischen Teams Club Nautico Espanol de Vela als Verhandlungspartner der Herausforderer (Challenger of Record) einen "unfairen Wettbewerbsvorteil verschafft" habe. Laut Dalton geht es um Schadenersatz von umgerechnet über zehn Millionen Euro. (APA/AFP/Reuters/Si)

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