Vodafone und T-Mobile testen Alternativen zu Handy-TV

12. März 2008, 10:13
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eide Anbieter hatten sich zusammen mit O2 um die Lizenz für das Pilotprojekt von Handy-TV im Rundfunkstandard DVB-H beworben

Die Mobilfunknetzbetreiber Vodafone und T-Mobile testen Alternativen zum neuen Handy-TV, bei dem sie bislang nicht dabei sind. Beide Anbieter hatten sich zusammen mit O2 um die Lizenz für das Pilotprojekt von Handy-TV im Rundfunkstandard DVB-H beworben, jedoch gegen das Konsortium Mobile 3.0 den Kürzeren gezogen. Auf der Branchenmesse CeBIT in Hannover zeigen beide Anbieter Telefone, die DVB-T-Signale empfangen. DVB-T löst die analoge Übertragung auf den heimischen Fernseher ab und ist ohne Gebühr mit speziellen Empfangsgeräten zu empfangen.

Mobile 3.0 - ein Zusammenschluss der Verlagshäuer Hubert Burda und Georg von Holtzbrinck sowie der MFD Mobiles Fernsehen - will das Projekt zur Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz starten. "Das Projekt soll zum 1. Juni beginnen, das wird auch so sein", hatte Rudolf Gröger, Präsident des Konsortiums und früherer O2-Deutschland-Chef, zu Reuters gesagt. Noch ist aber unklar, ob und wie die Sender an den Umsätzen aus den Gebühren für das Angebot beteiligt werden. Auch steht nicht fest, wer es vertreibt. "Wir reden deshalb derzeit mit allen im Mobilfunk Tätigen", hatte Gröger gesagt.

"Wir sind offen für Kooperationen, egal mit welchen Partnern und unabhängig von der Technologie. Das gilt auch für DVB-H und Mobile 3.0", sagte Vodafone-Deutschland-Chef Friedrich Joussen zu Reuters. Dass die Menschen bereit sind, eine monatliche Gebühr für Handy-TV zahlen, glaubt er nicht. "Wenn doch, ist das gut so und alle Parteien können vielleicht auch Geld damit verdienen", sagte Joussen. "Unser Geschäftsmodell hätte anders ausgesehen, wir wollten Handy-TV kostenfrei anbieten und rein über Werbung finanzieren", erläuterte er das Konzept der Netzbetreiber. "Es gibt aber offenbar mittlerweile auch Alternativen", sagte der Manager mit Blick auf die Handys, die DVB-T integriert haben. "Noch vor wenigen Jahren hätten wir nicht geglaubt, dass das technisch möglich ist." (Reuters)

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