Schüssel gegen "Ben Hur-Mentalität"

1. März 2008, 14:11
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"Wenn sich jemand in die Büsche schlägt, kann man nicht erwarten, dass ihm die ganze Gruppe folgt" - Gegen

Wien - ÖVP-Klubobmann Wolfgang Schüssel bleibt beim Thema Steuerreform unnachgiebig und schließt einen Kompromiss von Seiten seiner Partei aus: "Wenn jemand bei einem gemeinsamen Ausflug sich seitwärts in die Büsche schlägt, kann man nicht erwarten, dass ihm die ganze Gruppe folgt. Da muss man sagen: Komm' auf den gemeinsamen Weg zurück", richtet Schüssel in der Samstag-Ausgabe der "Kleinen Zeitung" der SPÖ aus, die weiter auf ein Vorziehen der Steuerreform von 2010 auf 2009 drängt.

Und auch den weiteren Bestand der Koalition macht der ÖVP-Klubobmann davon abhängig, "wie von der SPÖ-Spitze die Dinge jetzt weitergeführt werden. Es wäre gut, wenn die SPÖ inne hält und zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zurückkehrt. Ich glaube nicht, dass da jemandem ein Stein aus der Krone fällt. Niemand würde schreien 'Umfaller, Umfaller'. Das wäre Ben Hur-Mentalität. Da fahren ein paar muskulöse Männer im Kreis und haben zu viel Testosteron. So kann man Politik nicht machen."

Neuwahlen lehnt Schüssel jedoch ab: "Das wäre doch ein Armutszeugnis. Nach der Wahl sitzen wir wieder da, die Probleme sind die gleichen und wir habe ein Jahr verloren." (APA)

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