Geschäftsführer verlassen Süddeutschen Verlag nach Übernahme

12. März 2008, 16:01
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Jenke und Lutz scheiden mit sofortiger Wirkung im Einvernehmen mit sämtlichen Gesellschaften aus

Nach der Übernahme der Süddeutschen Verlags durch die Südwestdeutsche Medienholding (SWMH) verlassen die SV-Geschäftsführer Hanswilli Jenke (46) und Klaus Josef Lutz (49) das Unternehmen. Beide gingen mit sofortiger Wirkung im Einvernehmen mit sämtlichen Gesellschaftern, teilte der Verlag am Freitag in München mit. Die beiden Manager hatten laut Branchenkreisen eine Vertragsklausel, die einen Abschied bei einem Wechsel des Besitzers ermöglicht.

Die Übernahme der Mehrheit des Verlags mit seinem Flaggschiff "Süddeutsche Zeitung" durch die SWMH wurde am Freitag wirksam. Der neue Mehrheitseigentümer und der Familienstamm Friedmann, der noch am Verlag beteiligt ist, dankten Jenke und Lutz für ihre Arbeit. "Die Restrukturierung des SV ist aufs Engste mit der Tätigkeit von Herrn Jenke und Herrn Lutz verbunden. Ihre Arbeit seit 2002 war äußerst erfolgreich. Der SV ist wieder ein ertragreiches und innovatives Medienhaus mit klarem Fokus und starken Marken."

Rebmann und Dubber übernehmen interimistisch

Für eine Übergangszeit werde die Geschäftsführung von SWMH-Geschäftsführer Richard Rebmann (49) und Oliver C. Dubber (52), derzeit Geschäftsführer bei der Ludwigshafener Medien-Union, gemeinsam übernommen. Die Stuttgarter SWMH war 2002 während der Zeitungskrise als Gesellschafter mit 18,75 Prozent in München eingestiegen und hatte sich ein Vorkaufsrecht für die Mehrheitsanteile gesichert. Im Dezember entschieden die Eigentümer- Familien Goldschagg, von Seidlein, Schwingenstein und Dürrmeier, ihre SV-Anteile von insgesamt 62,5 Prozent an die SWMH zu verkaufen. (APA/AP)

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