Langjährige Handy-Nutzung verdoppelt laut Studie Tinnitus-Risiko

12. März 2008, 10:13
25 Postings

ORF: Mediziner rät zu Freisprecheinrichtungen und Festnetz - Abhängig von der Intensivität der Nutzung

Wissenschafter aus Wien haben in einer Studie festgestellt, dass die ausgiebige Nutzung von Mobiltelefonen das Tinnitus-Risiko entscheidend erhöht. "Wir sind überrascht, unsere Ergebnisse zeigen, dass langjährige intensive Handynutzung das Risiko verdoppelt, einen Tinnitus zu entwickeln", so Michael Kundi, Leiter des für die Untersuchung verantwortlichen Umwelthygiene-Instituts an der Uni Wien, am Donnerstagabend in der ORF-Sendung "Konkret".

Zusammenhänge

Es bestehe ein eindeutiger Zusammenhänge zwischen dem Tinnitus-Leiden und der Anzahl sowie Dauer von Handy-Gesprächen, urteilte Kundi. Die fertige Studie soll demnächst publiziert werden. Der Mediziner rät zu einem sorgsameren Umgang mit Mobiltelefonen, vor allem Freisprecheinrichtungen sollten stärker genutzt werden. Wenn vorhanden seien Festnetze zu bevorzugen.

Tinnitus und Handy-Nutzung

Die Mobilfunk-Branche reagierte verhalten auf den möglichen Zusammenhang zwischen Tinnitus und Handy-Nutzung. Eine Studie sei noch nicht der Weisheit letzter Schluss, es müsse weitere Untersuchungen geben, kommentierte Maximilian Maier, Geschäftsführer des Forum Mobilkommunikation, im ORF die Untersuchungsergebnisse.

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.