US-Konzern Sprint verzeichnet Jahresverlust von 29,6 Mrd. Dollar

12. März 2008, 10:12
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Umsatz ging von 10,44 auf 9,8Mrd. Dollar zurück - "Für viele Quartale" kein Umschwung erwartet

Der fusionierte US-Mobilfunkkonzern Sprint Nextel ist nach einer gigantischen Wertberichtigung von rund 30 Mrd. US-Dollar (19,8 Mrd. Euro) tief in die roten Zahlen gestürzt. Das Unternehmen musste damit fast den gesamten Firmenwert der früheren Nextel Communications abschreiben. Unter dem Strich stand dadurch 2007 ein Jahresverlust von 29,6 Mrd. Dollar, teilte der Konzern am Donnerstag in Reston (Virginia) mit.

Weniger Umsatz

Der Umsatz ging von 10,44 Mrd. Dollar auf 9,8 Mrd. Dollar zurück. Der Verlust je Aktie belief sich auf 10,36 Dollar. Analysten hatten mit einem Gewinn von 0,18 Dollar gerechnet. Im vorbörslichen Handel verlor der Titel mehr als 10 Prozent und sank auf rund 8 Dollar ab. Seit Jahresmitte 2007 ist der Börsenwert des Unternehmens damit um fast zwei Drittel gefallen.

Sprint begründete den Fehlbetrag vor allem mit Firmenwertabschreibungen im Zusammenhang mit der Übernahme der Nextel Communications. Bereits Ende Jänner hatte Sprint mitgeteilt, möglicherweise die gesamten 30,7 Mrd. Dollar des Firmenwertes aus dem Kauf von Nextel Communications und anderen Unternehmen abschreiben zu müssen.

Netzwerkprobleme

Auch die Kündigungen der Mobilfunkverträge vieler Kunden aufgrund von Netzwerkproblemen hätten zum Minus beigetragen. Für das laufende erste Quartal rechnet das Unternehmen mit rund 1,2 Millionen Kündigungen. Das Unternehmen erwartet nach eigenen Angaben "für viele Quartale" keinen Umschwung. Erst vor kurzem kündigte Sprint Nextel zudem den Abbau von 4.000 Stellen und die Schließung zahlreicher Läden an.

Auch mehr als zwei Jahre nach der Fusion der beiden Unternehmen Sprint und Nextel gestaltet sich die Integration weiter schwierig. Ende vergangenen Jahres tauschte der Konzern seinen Chef aus.(APA)

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