Palfinger mit massiver Gewinn- und Umsatzsteigerung

14. März 2008, 09:14
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Der Salzburger Kranhersteller legt für 2007 neuerlich Rekordergebnisse vor, der Gewinn wuchs auf 74 Millionen Euro an

Wien - Der börsenotierte Salzburger Kranhersteller Palfinger hat das Geschäftsjahr 2007 neuerlich mit verbesserten Ergebnissen abgeschlossen. Der Umsatz stieg dank starker Nachfrage um 19 Prozent auf 695,6 (Vorjahr: 585,2) Mio. Euro, das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich um 29 Prozent auf 99,6 (77) Mio. Euro und das Konzernergebnis wuchs um 31 Prozent auf 74 (56,6) Mio. Euro. Der Vorstand werde der Hauptversammlung eine Dividendenerhöhung um 27 Prozent auf 0,70 (0,55) Euro je Aktie vorschlagen, teilte das Unternehmen Dienstagfrüh im Vorfeld der Bilanz-PK ad hoc mit.

Palfinger geht für die kommenden Jahre von einem weiterhin starken Marktumfeld aus, partiell schwächere Märkte sollten dabei durch stark wachsende osteuropäische Märkte kompensiert werden. Auf dieser Basis werde der Schwerpunkt ab 2008 verstärkt auf den Auf- bzw. Ausbau strategisch wichtiger Areas und Produktdivisionen gelegt. Dafür wird ein eigener Bereich "Ventures" schaffen, über den künftig neben den drei Segmenten Krane, Hydraulische Systeme und Services berichtet wird.

Wachstumskurs

Das Palfinger-Management geht davon aus, dass die Marktentwicklung im Jahr 2008 die Fortsetzung des profitablen Wachstumskurses unterstützen und sicherstellen wird. "Wir setzen weiter auf Wachstum und sind optimistisch", erklärte Vorstandschef Wolfgang Anzengruber. Allein durch die Übernahme der deutschen MBB Liftsystems AG, eines führenden Herstellers für Ladebordwände, werde sich der Konzernumsatz um knapp 10 Prozent erhöhen.

Die EBIT-Marge betrug 14,3 Prozent nach 13,2 Prozent im Vorjahr und erreichte damit den höchsten Wert in der Unternehmensgeschichte. Der ROCE (Return on Capital Employed, Kapitalrendite) mit 25,7 Prozent unterstreiche die Profitabilität von Palfinger, hieß es weiter.

US-Geschäft brach ein

Vor allem in den USA hat Palfinger in der abgelaufenen Periode eine schwächere Marktentwicklung zu spüren bekommen: Das US-Geschäft brach um 50 Prozent ein, eine Entwicklung, die auch verstärkte Nachfrage aus Mexiko und Mittelamerika nicht wettmachen konnte. Mitbewerber hätten aber noch stärker unter der Entwicklung gelitten: "Wir haben in den USA Marktanteile gewonnen", erklärte Vorstandsdirektor Wolfgang Pilz. Da Palfinger in den USA nur knapp 5 Prozent des Umsatzes erzielt, sei dieser Trend "schmerzlich, aber verkraftbar". 60 Prozent des Dollar-Exposures seien über Hedging abgesichert. Anzengruber will das Unternehmen mit Produktion vor Ort stärker gegen Währungsschwankungen absichern.

Für die kommenden Jahre geht man von einem weiter starken Marktumfeld aus, partiell schwächere Märkte sollen durch stark wachsende osteuropäische Märkte kompensiert werden.

Eigenkapital erhöht

Das Eigenkapital erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 242 Mio. Euro um 22 Prozent auf 295,1 Mio. Euro, die Eigenkapitalquote beträgt 55,8 Prozent. Das Gearing Ratio erhöhte sich bedingt durch den gestiegenen Finanzmittelbedarf im Zuge des umfangreichen Investitionsprogramms und durch die getätigten Akquisitionen massiv, liegt jedoch mit 26,7 Prozent nach 4,2 Prozent im Vorjahr immer noch auf sehr niedrigem Niveau.

Der Cash-Flow aus dem operativen Bereich belief sich im Geschäftsjahr 2007 auf 53,0 Mio. Euro nach 59,5 Mio. Euro im Vorjahr. Bedingt durch das hohe Investitionsvolumen hat sich der Free Cash-Flow im Geschäftsjahr 2007 um 66,9 Mio. Euro auf - 23,2 Mio. Euro verringert.

Einzug eigener Aktien

SChön länger in Diskussion ist der Einzug von rund 1,4 Millionen eigenen Aktien sowie die damit verbundene Herabsetzung des Grundkapitals von 37,135 auf 35,73 Mio. Euro. Derzeit befinden sich 1,805 Mio. eigene Aktien im Besitz der Gesellschaft, die im Rahmen eines Aktienrückkaufprogrammes bis zum Jahr 2003 zu einem durchschnittlichen Preis von 4,60 Euro je Stück erworben wurden, teilt Palfinger mit.

Zwecks Bereinigung der Kapitalstruktur plant die Gesellschaft nun, den Großteil der eigenen Aktien einzuziehen. Eine Anzahl von 400.000 Stück soll zur Verwendung im Rahmen von Aktienoptionsprogrammen behalten werden, heißt es. Die Zustimmung zum Einzug will sich der Vorstand bei der ordentlichen Hauptversammlung am 26. März holen. Der Einzug soll im Laufe des Jahres 2008 durchgeführt werden. (APA)

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